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Automobile : Immerhin läuft der Export

  • Aktualisiert am

Das Marktvolumen in Deutschland mit Fragezeichen behaftet Bild: dpa

Deutsche Autos bleiben im Ausland begehrt. Die Autoindustrie erreicht in diesem wenig glanzvollen Jahr im Export immerhin ihr zweitbestes Ergebnis.

          Die deutsche Autoindustrie erreicht nach eigener Schätzung in diesem Jahr ihr zweithöchstes Exportergebnis. Die bisher auf 3,43 Millionen Fahrzeuge geschätzte Zahl werde leicht übertroffen, sagte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Bernd Gottschalk, am Freitag zur Eröffnung der Essener Motor Show (bis 8. Dezember).

          Marktanteile und Exporte könnten insbesondere in den USA und China gesteigert werden. Im Rekordjahr 2001 sind 3,6 Millionen Autos exportiert worden. Die Zahl der in Deutschland produzierten Pkw wird nach VDA-Angaben mit 5 Millionen um 300 000 niedriger liegen als 2001.

          Auf dem Inlandsmarkt sieht der Verband seine Prognose von 3,23 Millionen Neuzulassungen bestätigt. „Heute sehen wir, dass wir eine Punktlandung machen werden und die, allerdings gedämpften Erwartungen des Jahres 2002 erfüllen werden“, sagte Gottschalk. Bei den Neuzulassungen im Inland rechnet die Branche allerdings deutsche und ausländische Pkw zusammen. Im vergangenen Jahr lag die Gesamtzahl der Neuzulassungen bei 3,43 Millionen Wagen und damit etwas höher als 2002.

          Forderung nach Rücknahme der Steuererhöhung für Dienstwagen

          Für das kommende Jahr hat der VDA noch keine feste Prognose. „Wir hatten eigentlich nach drei Jahren rückläufiger Marktvolumina endlich wieder einen Marktzuwachs in Deutschland erwartet“, sagte Gottschalk vor Besuchern der Automesse. Dahinter stehe aber heute ein dickes Fragezeichen. Die Steuer- und Abgabenpläne der Bundesregierung, immer noch unerledigte Reformaufgaben beider sozialen Sicherung und der Kaufkraftentzug wirkten als psychologische Kaufbremse. Gottschalk forderte die Regierung auf, die geplante Steuererhöhung für Firmenwagen zurückzunehmen. Die Erhöhung um 50 Prozent treffe mindestens zwei Millionen Autofahrer, insbesondere Freiberufler. „Das bedeutet ein Umsatzrisiko von bis zu 3 Milliarden Euro“, sagte Gottschalk.

          Stolz auf die eigene Leistung

          Für 2003 kündigte Gottschalk weitere Modelloffensiven an. Mit neuen Modellen wie Mercedes CLK Cabrio, Opel Meriva, Audi A3, Golf V, BMW 5er oder Focus MPV und attraktiveren Dienstleistungen rund um das Auto werde sich der Markt „hoffentlich stabilisieren und ein weiteres Abrutschen“ verhindert. Wer - wie die deutsche Automobilindustrie - angesichts einer weltweit lahmenden Konjunktur in diesem Jahr das zweitbeste Exportergebnis aller Zeiten erzielt und seinen Marktanteil in den USA noch steigert, der darf durchaus ein wenig stolz auf die eigene Leistung sein“, sagte Gottschalk.

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