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Automobile : Fiats Krise weitet sich aus

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Stress bei Fiat Bild: AP

Nach neuen Verkaufseinbrüchen will der traditionsreiche italienische Autobauer Fiat offenbar noch einmal tausende Arbeitsplätze streichen.

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          Der verlustreiche Fiat-Konzern will offenbar bis zu 8.000 Stellen mehr als geplant abbauen. Da der bisherige Abbau von 2.800 Arbeitsplätzen nicht ausreichend gewesen sei, müssten für weitere drastische Produktionsdrosselungen zahlreiche Mitarbeiter entlassen werden, berichtete das italienische Fernsehen am Freitag. Damit könnten zusätzlich zwischen 4.000 und 8.000 Arbeitsplätze wegfallen.

          Fiat kommentierte den Bericht zunächst nicht. Ein Umstrukturierungsplan für das angeschlagene Unternehmen solle am Mittwoch den Gewerkschaften vorgelegt werden, sagte ein Fiat-Sprecher am Freitag in Mailand. Am Donnerstag hatte sich das Fiat-Management mit dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi und Wirtschaftsminister Giulio Tremonti getroffen. Thema waren die Umstrukturierungspläne. Bei Fiat arbeiten derzeit rund 35.000 Menschen.

          Marktanteil auf Rekordtief

          Seit Januar ist der Absatz der Autos Marke Fiat, Alfa Romeo und Lancia in Italien um fast 20 Prozent eingebrochen. Der Marktanteil in Italien fiel im September auf ein Rekordtief von 28 Prozent. Die Fiat-Aktie gab in diesem Jahr um 43 Prozent nach und liegt damit abgeschlagen hinter den übrigen Auto-Aktien.

          Der Geschäftsführer der Fiat Auto, Gabriele Galateri, bestätigte indes, dass die Gruppe bemüht sei, den Schuldenberg von sechs Milliarden Euro mit der Veräußerung nicht-strategischer Beteiligungen abzubauen. Die Reduzierung der Verschuldung sei ein Hauptziel des Unternehmens.

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