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Automobile : Fiat rekapitalisiert die Autosparte

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Fiat fährt weiter tiefrote Zahlen ein. Für die Autosparte wurde eine Kapitalerhöhung beschlossen. Außerdem wurde der Krisenstatus ausgerufen.

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          Der hoch verschuldete Fiat-Konzern steckt immer noch tief in den roten Zahlen. Zwar ging der operative Verlust der Autosparte im 3. Quartal 2002 auf 340 Millionen Euro zurück, nach 399 Millionen Euro im Vorquartal.

          Der Umsatz von Fiat Auto schrumpfte aber auf 4,66 (Vorquartal: 5,77) Milliarden Euro. In den ersten neun Monaten 2002 verzeichnete die Autosparte damit nun Verluste von 1,16 Milliarden Euro, nach 117 Millionen Euro vor Jahresfrist.

          Fiat beantragt Krisenstatus

          Das Turiner Traditionsunternehmen rechnet so bald nicht mit einer grundlegenden Besserung der Lage. „Der Automarkt befindet sich noch immer in einer schwachen Phase“, hieß es. Für das vierte Quartal geht Fiat aber von einer Verringerung der Verluste in der Autosparte aus, deren Restrukturierung die „absolute Priorität“ habe. Der kürzlich vorgestellte Sanierungsplan, der eine drastische Produktionsdrosselung, Stellenkürzungen und Investitionen in neue Modelle vorsieht, soll sich bereits in den kommenden drei Monaten positiv auf das Ergebnis auswirken.

          Am Morgen hatte der Konzern offiziell den so genannten Krisenstatus beantragt, wodurch der angekündigte Abbau von 8.100 Arbeitsplätzen eingeleitet wird. Landesweit hatten die Beschäftigten bis zuletzt gehofft, dass alternative Lösungen zu den Stellenkürzungen und Werksschließungen gefunden würden. Die italienische Gewerkschaft Fiom kündigte an, aus Protest die Produktion sämtlicher Fiat-Werke in Italien blockieren zu wollen. Die Werks-Besetzungen sollen in der kommenden Woche in einer Fabrik im süditalienischen Melfi beginnen.

          Kapitalaufstockung ohne GM

          Fiat kündigte zudem erwartungsgemäß eine Kapitalaufstockung in Höhe von 2,5 Milliarden Euro an. Das italienische Recht schreibt eine Kapitalerhöhung vor, wenn die Verluste ein Drittel des Eigenkapitals betragen. Entgegen früheren Berichten soll diese jedoch nicht von der Fiat Auto Holdings getragen werden, an der Fiat mit 80 Prozent und der US-Partner General Motors mit 20 Prozent beteiligt sind.

          Die Kapitalerhöhung soll stattdessen von Fiat selbst finanziert werden. „General Motors wird sich nicht an der von Fiat beschlossenen Kapitalaufstockung beteiligen. Diese wird aus dem Inneren der Gruppe kommen und hat mit uns nichts zu tun“, teilte der US-Riese nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa mit. Bereits im April hatte der krisengeschüttelte Konzern das Kapital um 1,8 Milliarden aufgestockt.

          Anhaltend hohe Verschuldung

          Mit Spannung hatten Experten vor allem Angaben zur derzeitigen Nettoverschuldung der Gruppe erwartet, die sich den Angaben zufolge seit Ende Juni nicht verbessert hat: Sie liegt noch immer bei rund 5,8 Milliarden Euro. Fiat hatte sich im Juli im Gegenzug für eine Drei-Milliarden-Wandelanleihe mehrerer Banken dazu verpflichtet, bis Ende des Jahres die Nettoverschuldung auf drei Milliarden Euro zu halbieren.

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