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Automobile : Deutsche Autobauer behaupten sich auf US-Markt

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Der amerikanische Automarkt läuft trotz der immer deutlicheren Konjunkturschwäche wegen eines neuen Preiskriegs auf Hochtouren.

          Die deutschen Autobauer haben sich trotz massiver Kaufanreize der US-Konkurrenz auch im Juli erfolgreich auf dem amerikanischen Markt behauptet. Der BMW-Konzern legte im Juli weiter zu und verzeichnete einen Rekordabsatz in den ersten sieben Monaten. Volkswagen berichtete von dem besten Juli-Ergebnis seit fast 30 Jahren, musste in den ersten sieben Monaten aber ein leichtes Absatzminus hinnehmen. Porsche steigerte seinen Absatz im Juli zweistellig. Die US-Sparte von DaimlerChrysler und Mercedes verkauften dagegen weniger. Die US-Autobauer legten nach Angaben vom Donnerstagabend ebenfalls zu. Insgesamt stiegen die Absatzzahlen auf dem US-Automarkt im Juli auf den höchsten Stand in diesem Jahr. Volkswagenkonzern steigerte den Absatz leicht um 0,3 Prozent auf 32.100 Fahrzeuge und fuhr damit das beste Juli-Ergebnis seit 1973 ein. Von Januar bis Juli verkaufte VW in den USA allerdings 1,4 Prozent weniger Autos als im Vorjahreszeitraum. Die BMW-Gruppe fuhr mit einem Absatzplus von 16 Prozent auf 146.430 Fahrzeugen das beste Sieben-Monats-Ergebnis in der Firmengeschichte ein. Im Juli verkaufte der Autobauer 15 Prozent mehr Fahrzeuge in den USA. Der Sportwagenhersteller Porsche setzte in Nordamerika 2.465 Autos und damit 11,3 Prozent mehr ab als im Vorjahresmonat. Im Geschäftsjahr 2001/2002 blieb der Absatz mit insgesamt 22.708 verkauften Autos allerdings um 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Chrysler verkaufte vier Prozent weniger Fahrzeuge und Mercedes musste einen Absatzrückgang um elf Prozent hinnehmen, dabei schlugen vor allem deutlich gesunkene Verkäufe der S-Klasse zu Buche. General Motors und Ford lockten ihre Kunden weiter mit Sonderkonditionen, beispielsweise zinsfreie Kredite. Der größte Autokonzern der Welt, GM, verzeichnete im Juli beim Pkw-Absatz ein Plus von elf Prozent und bei Lastwagen sogar von 36 Prozent. Insgesamt verkaufte der Konzern 24 Prozent mehr Fahrzeuge als vor einem Jahr. Der GM-Marktanteil verbesserte sich binnen Jahresfrist von 26,6 auf 30,4 Prozent. Ford verbesserte zum ersten Mal in diesem Jahr seinen monatlichen Absatz und zwar um 1,5 Prozent.

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