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Automobile : Daimler-Chrysler will 2004 noch 50.000 neue A-Klasse verkaufen

  • Aktualisiert am

Mercedes-Chef Jürgen Hubbert kämpft noch immer mit der Elchtest-Schlappe Bild: dpa

Daimler-Chrysler will 2004 noch 50.000 Einheiten der jetzt vorgestellten neuen A-Klasse verkaufen. 2005 soll der Absatz auf 180.000 Wagen steigen. Der Elchtest macht der A-Klasse noch immer zu schaffen.

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          Der Automobilkonzern Daimler-Chrysler will von der zweiten Generation seines Kompaktmodells „A-Klasse“ 2004 noch 50.000 verkaufen. Im ersten vollen Produktionsjahr 2005 soll der Absatz auf rund 180.000 Stück steigen. Mit einer weiteren Variante könnten es später bis zu 300.000 Einheiten werden.

          „In dem Wettbewerbsumfeld sind 180.000 eine angemessene Zahl", sagte Mercedes-Pkw-Vertriebsvorstand Joachim Schmidt am Montagabend bei der Vorstellung der neuen Modellreihe auf einem Kreuzfahrtschiff im griechischen Piräus. Die A-Klasse kommt im Herbst auf den Markt. Vom Vorgängermodell waren im besten Jahr fast 200.000 Stück verkauft worden, 1,1 Millionen waren es insgesamt.

          Elchtest belastet A-Klasse noch immer

          Die bei der Einführung 1997 durch den nicht bestandenen „Elchtest“ in Negativ-Schlagzeilen geratene A-Klasse habe ihre Investitionen in den ersten sieben Jahren noch nicht wieder hereingeholt, sagte der scheidende Mercedes-Chef Jürgen Hubbert. Das werde aber „weit vor dem Ende des zweiten Produktlebenszyklus“ gelingen, zeigte er sich überzeugt.

          Das Nachfolgemodell bei der Weltpremiere auf dem Kreuzfahrtschiff Aidaaura
          Das Nachfolgemodell bei der Weltpremiere auf dem Kreuzfahrtschiff Aidaaura : Bild: AP

          BMW hatte in der vergangenen Woche seine „Einer"- Reihe vorgestellt, die mit der A-Klasse konkurriert. Das Modell, das ebenfalls im September auf den Markt kommt, soll sich 2005 mindestens 10.000 Mal verkaufen.

          1000 neue Arbeitsplätze für A-Klasse-Produktion

          Ein Nachfolger für Hubbert, der im April 2005 in Ruhestand geht, ist offenbar noch nicht in Sicht. „Ich könnte Ihnen heute noch keine Antwort geben", sagte er. Ob der Aufsichtsrat schon am 28. Juli darüber entscheiden werde, sei fraglich. Unter den in Medienberichten genannten Kandidaten sind Nutzfahrzeug-Chef Eckhard Cordes und Chrysler-Chef Dieter Zetsche.

          Das eigens für die A-Klasse gebaute Mercedes-Benz-Werk im badischen Rastatt war vor dem Anlauf der neuen Generation für rund 900 Millionen Euro auf eine Kapazität von 300.000 Einheiten pro Jahr erweitert worden. Auf die Frage, wann diese Stückzahlen erreicht würden, sagte Hubbert: „Wenn der Markt sie fordert.“

          Für die Produktion des neuen Autos und seiner später geplanten Varianten werden laut Hubbert im Werk Rastatt rund 1000 neue Arbeitsplätze sowie 600 bei Zulieferern geschaffen. Im Gegensatz zur ersten Generation gibt es von der A-Klasse keine kurze und lange Variante mehr. Dafür wird das Auto künftig auch als Dreitürer ausgeliefert.

          Zu den Produktionssteigerungen beitragen soll nach Angaben von Schmidt ein „Compact Sports Tourer“ (CST) auf Basis der A-Klasse - eine Mischung aus Limousine, Kombi und Van. Der CST könnte Ende 2005 auf den Markt kommen, deutete Schmidt an.

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