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Automobile : Chrysler macht Daimler optimistischer

  • Aktualisiert am

Chrysler glänzt, Mercedes weniger Bild: dpa/dpaweb

Daimler-Chrysler hat seinen Betriebsgewinn im zweiten Quartal von 641 Millionen Euro auf knapp 2,1 Milliarden Euro gesteigert. Der neue Mercedes-Pkw-Chef Cordes startet mit einer negativen Vorgabe.

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          Der Stuttgarter Autokonzern Daimler-Chrysler hat im zweiten Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen und gibt sich für das Gesamtjahr etwas optimistischer. Der neu berufene Mercedes-Pkw-Chef Eckhard Cordes (Eckhard Cordes - Der ewig Unterschätzte ) wird seinen Posten allerdings mit einem Gewinnrückgang antreten müssen.

          Dank deutlich steigender operativer Ergebnisse bei Chrysler und im Nutzfahrzeuggeschäft habe sich der Betriebsgewinn im Konzern zwischen April und Juni auf 2,1 (Vorjahr: 0,6) Milliarden Euro mehr als verdreifacht, teilte Daimler-Chrysler am Donnerstag mit. Dabei hätten die großen Verluste beim japanischen Partner Mitsubishi Motors das Ergebnis mit fast einer halben Milliarde Euro belastet.

          Der Konzernumsatz legte um neun Prozent auf 37,1 Milliarden Euro zu, teilte Daimler-Chrysler mit. Die amerikanische Tochter Chrysler erreichte einen Ertrag von 516 Millionen Euro (Vorjahr: minus 948 Millionen Euro), während bei der Mercedes Car Group der Gewinn um 18 Prozent auf 703 Millionen Euro zurückging.

          Bild: FAZ.NET

          Gewinnprognose „deutlich“ erhöht

          Nach den guten Quartals- und Halbjahreszahlen hat der Autokonzern seine Gewinnprognose für das Jahr 2004 erhöht. Man gehe davon aus, den operativen Gewinn des Vorjahres von 5,7 Milliarden Euro „deutlich“ steigern zu können. Bisher hatte Daimler-Chrysler lediglich davon gesprochen, den Gewinn steigern zu
          können. Der Stuttgarter Konzern konnte seinen Operating Profit im ersten Halbjahr um 77 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro erhöhen.

          Ausblick für Mercedes gesenkt

          Die Gewinnprognose für die Mercedes Car Group (MCG) wurde jedoch gesenkt. Der operative Gewinn werde nicht wie erwartet das Vorjahresniveau von 3,1 Milliarden Euro erreichen. Der Konzern begründete dies mit einem veränderten Produkt-Mix, Währungseinflüssen und erhöhten Vorleistungen für neue Produkte sowie Aufwendungen für eine Qualitätsoffensive.

          „Zahlen verdammt gut“

          Die Daimler-Chrysler-Aktie büßte nach Bekanntgabe der Zahlen einen Großteil ihrer Kursgewinne wieder ein. Am Mittag lag sie mit 1,0 Prozent im Plus bei 37,50 Euro. Das Papier hatte an den vergangenen Tagen bereits angezogen. „Die Zahlen sind verdammt gut, auch wenn das Nettoergebnis etwas unter den Prognosen liegt. Einige im Markt hatten aber vielleicht bessere Zahlen erwartet", sagte Postbank-Händler Ascan Iredi.

          „Voll und ganz zufrieden“ äußert sich Georg Stürzer von der HypoVereinsbank in einer ersten Einschätzung zu Quartalszahlen. Vor allem der operative Gewinn deutlich besser als erwartet. Der Umsatz habe im Rahmen der Erwartung des Analysten, jedoch deutlich über dem Konsens gelegen. Der niedrigere Nettogewinn sei lediglich auf die Belastung durch Mitsubishi zurückzuführen, dies allein habe zum niedriger als erwarteten Gewinn-je-Aktie geführt. Auch den Ausblick von DaimlerChrysler wertet der Analyst als positiv.

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