https://www.faz.net/-gqe-129ns
 

Automobile : Abwrack-Wahn

  • -Aktualisiert am

Insgesamt fast eine Million Autos sind schon jetzt mit staatlicher Unterstützung von 2500 Euro je Auto verkauft worden - bei den Herstellern dürften die Sektkorken knallen. Doch Heulen und Zähneklappern werden folgen, besonders bei Autoherstellern wie Opel, die stark vom deutschen Markt abhängig sind.

          1 Min.

          Im Volkswagen-Konzern und bei Opel, den beiden größten Profiteuren der Abwrackprämie, dürften am Mittwoch die Sektkorken geknallt haben. Insgesamt fast eine Million Autos sind schon jetzt mit staatlicher Unterstützung von 2500 Euro je Auto verkauft worden – falls das Bundesamt für Wirtschaft nicht doch noch die eigenen Zahlen korrigiert.

          Zum Vergleich: Für das gesamte Jahr 2009 wird das Volumen des deutschen Marktes auf drei Millionen Autos geschätzt. Für die Bundesregierung bedeutet die unerwartete Nachfrage weitere Ausgaben: Sie muss, wenn sie ihre Versprechungen halten will, den Prämientopf von 1,5 Milliarden Euro um eine Milliarde Euro aufstocken.

          Der Absturz ist programmiert

          Damit wird zwar das Ziel einer kurzfristigen Konjunkturhilfe für die Autoindustrie erreicht. Der Absturz in einigen Monaten ist aber programmiert. Mit einigem Glück – so die Sicht der Politik – hält die Sonderkonjunktur vielleicht noch bis zur Bundestagswahl an.

          Dann folgen Heulen und Zähneklappern, besonders bei Autoherstellern wie Opel, die stark vom deutschen Markt abhängig sind. Die deutsche Autoindustrie retten kann die Prämie ohnehin nicht: Drei Viertel der Produktion gehen in den Export.

          Topmeldungen

          Mittlerweile hat Nils Jonathan Lenssen aus Berlin die Situation akzeptiert: „Das Hauptding ist der Abschluss und was erreicht zu haben“, sagt er.

          Abitur zu Zeiten des Virus : Der Corona-Jahrgang

          Sie haben von einer besonderen Zeit geträumt, Partys und Reisen vorbereitet. Jetzt aber müssen auch sie zu Hause bleiben. Unsere Autorin hat sich bei Abiturienten umgehört, wie Träume platzten und neue Pläne entstehen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.