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Automobilbranche : In höchster Not

  • -Aktualisiert am

Karl-Friedrich Stracke ist am Donnerstag von seinem Posten als Opel-Chef zurückgetreten Bild: dpa

Die Automobilbranche ist durch den Absatzschwund in Aufruhr. Massenhersteller wie Opel sind in die Zange geraten. Ob es jedoch hilft, mitten in der Krise zum dritten Mal binnen drei Jahren den Chef auszutauschen, ist zu bezweifeln.

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          Der völlig überstürzte Chefwechsel in Rüsselsheim ist ein weiterer Vorbote für die bevorstehende Neuordnung der Autoindustrie in Europa. Die gesamte Branche ist durch den beschleunigten Absatzschwund in Aufruhr. Massenhersteller wie Opel und Peugeot sind in die Zange geraten.

          Auf der einen Seite machen ihnen die erfolgreichen deutschen Anbieter von Qualitätsautos wie VW, Daimler und BMW das Leben schwer. Auf der anderen Seite drängt die Billigkonkurrenz aus Korea mit soliden und preiswerten Fahrzeugen auf den Markt. Dazwischen ist kaum noch Platz für Unternehmen wie Opel oder Peugeot, die lange Zeit von starken Gewerkschaftsvertretern geprägt wurden.

          Gemeinsamer Einkauf soll Kosten senken

          Bei Opel wollte der Mutterkonzern General Motors die seit einem Jahrzehnt anhaltenden Milliardenverluste nicht länger erdulden. Die Amerikaner streben vielmehr eine enge Allianz von Opel mit Peugeot an und haben sich deshalb an den Franzosen beteiligt.

          Ein gemeinsamer Einkauf und die Zusammenlegung von Entwicklung, Logistik und Produktion sollen die Kosten senken. Ob es jedoch hilft, mitten in der Krise zum dritten Mal binnen drei Jahren den Opel-Chef auszutauschen, ist zu bezweifeln.

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