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Autokrise : Gruseliges Genf

  • -Aktualisiert am

Es erscheint wie eine Flucht vor der Realität. Kurz vor der Eröffnung des Automobilsalons in Genf simuliert die Branche Optimismus. Dennoch: Die Flucht geht in die richtige Richtung, nämlich nach vorn - hin zu umweltfreundlichen Technologien wie dem Elektroauto.

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          Kurz vor der Eröffnung des Automobilsalons in Genf ist die Stimmung fast ein wenig unheimlich. Während rund um den Globus der Absatz einbricht und Hunderttausende Beschäftigte der Autoindustrie um ihren Job bangen, simuliert die Branche Optimismus.

          Kaum ein Hersteller, der nicht eine neue Kooperation in Sachen Elektroauto verkündet. Als ob die Milliarden für Investitionen in umweltfreundlichere Antriebstechniken immer noch so locker säßen wie vor der Krise. Allein die Entwicklung des Chevrolet Volt von General Motors und der eingedeutschten Variante Opel Ampera dürfte 4 Milliarden Dollar kosten.

          Flucht in die richtige Richtung

          Es erscheint wie eine Flucht vor der Realität. Dennoch: Die Flucht geht in die richtige Richtung, nämlich nach vorn. Dem Elektroauto gehört die Zukunft, wenn auch erst die etwas fernere. Strom gibt es überall, und Elektromotoren sind serienreif. Fehlen nur noch gute Batterien. Sie sind noch zu groß, zu schwer und reichen zu kurz, das Aufladen dauert zu lange.

          So bleiben Elektroautos auf Jahre hinaus ein Nischenprodukt. Doch könnten sie schon heute Arbeitsplätze schaffen. Leider ist zu befürchten, dass die nächsten Wochen etliche Abstriche an ehrgeizigen Investitionen mit sich bringen werden.

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