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Verdi will Kurzarbeit : Wisag-Angestellte klagen gegen Kündigungen

Kläger: Gekündigte Mitarbeiter der Wisag Aviation vor dem Arbeitsgericht Frankfurt Bild: Wonge Bergmann

Mitarbeiter der Wisag Aviation wehren sich mit Klagen vor dem Arbeitsgericht gegen die Kündigung. Verdi hält der Firma vor, das Instrument der Kurzarbeit nicht zu nutzen, um die Stellen zu sichern. Die Wisag widerspricht.

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          Gekündigte Mitarbeiter der Wisag Aviation haben am Donnerstag Kündigungsschutzklagen beim Frankfurter Arbeitsgericht eingereicht. Mit einer symbolischen Aktion wollten sie zugleich die Öffentlichkeit auf den Stellenabbau zweier im Luftverkehr tätigen Töchter der Frankfurter Wisag aufmerksam machen.

          Jochen Remmert

          Flughafenredakteur und Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Die Wisag Ground Services und Wisag Passage Services hatten im Dezember gut 200 von 850 Beschäftigten gekündigt, die auf dem Frankfurter Flughafen Flugzeuge be- und entladen und im Passagierservice tätig sind. Begründet wurde der Stellenabbau mit dem durch die Corona-Pandemie teils um bis zu 90 Prozent geschrumpften Luftverkehr.

          Verdi verweist auf Kurzarbeit

          Die Gewerkschaft Verdi hält der Wisag vor, das Instrument der Kurzarbeit nicht zu nutzen, um die Stellen zu sichern. Man habe gekündigt, statt sozialverträgliche Lösungen zu suchen. Dem widersprach ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage. Man habe sich zu dem Stellenabbau entschlossen, weil derzeit nicht absehbar sei, ob der Luftverkehr überhaupt wieder zu alter Stärke zurückfinde und wen ja, wann.

          Man könne nicht dauerhaft auf Kurzarbeitergeld vom Staat setzen, wenn man auf absehbare Zeit keine reelle Chance sehe, alle Mitarbeiter wieder regulär zu beschäftigen. Zudem habe man versucht, die negativen Folgen der Kündigung mit einem Sozialplan zu mildern. Auch eine Transfergesellschaft habe man vorgeschlagen. Die Betriebsräte der Wisag-Töchter hätten jedoch beides abgelehnt.

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