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Italiener Benedetto Vigna : Der Mann, der Ferrari grün machen soll

Ferrari-Chef Benedetto Vigna ist Quereinsteiger und in seiner Heimat ebenso ein unbeschriebenes Blatt wie in der Autobranche. Bild: Ferrari

Der neue Chef an der Spitze hat die Aufgabe, die Edelschmiede Ferrari schadstoffärmer zu machen. Doch ziehen die Kunden und benzinverliebten Ingenieure mit?

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          „Ich bin ein Typ aus Italien und entwickle Sensoren, die uns erlauben, verrückte Dinge zu tun.“ Man darf annehmen, dass sich Benedetto Vigna in seinem Bewerbungsgespräch für den Ferrari-Topjob anders vorstellte. In einem Internetvideo, das Zukunftstechnologien verständlich machen soll, tat er es vor einiger Zeit aber genauso. Mit seiner Tochter hatte er den Film „Die Fantastischen Vier“ gesehen, und dabei fiel ihm nach eigenen Worten auf, „wie die Leute Superhelden lieben, die Super-Sachen machen können“. Mit Sensoren und elektromechanischen Mikrosystemen (MEMS) sei das im Grunde auch so, erzählte er.

          Christian Schubert
          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland.

          Der studierte Physiker – Fachrichtung subnukleare Physik – kann freilich auch anders: In einem Interview schaffte er es einmal, die Fachkürzel der Halbleiter- und Sensortechnik CMOS (Complementary Metal Oxide Semiconductor), HDR (High Dynamic Range) und SPAD (Single-Photon Avalanche Diode) unterzubringen – und zwar alle im ersten Satz. Der 52 Jahre alte Italiener ist ein hochgeachteter Fachmann der Elektronikbranche. Mehr als 200 Patente, von denen einige bemerkenswerte Verbreitung fanden, nennt er sein Eigen. Anwendungen befanden und befinden sich in Airbags, einer Spielkonsole von Nintendo, in Smartphones, im Internet der Dinge und in Sensoren für Automobile.

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