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Tunnel durch die Alpen : Großprojekt fast pünktlich fertig – in der Schweiz

Ein Zug testet die Strecke durch den Ceneri-Basistunnel. Bild: EPA

Die Schweizer vollenden ihr Jahrhundertwerk zur Querung der Alpen. Und das ohne große Verzögerung und Kostenexplosion. Deutschland ist mit dem Schienenanschluss in Verzug – um 15 Jahre.

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          Berliner Flughafen, Hamburger Elbphilharmonie, Stuttgart 21: Öffentliche Großprojekte in Deutschland mutieren regelmäßig zu Milliardengräbern. Wer es für ein unverrückbares Naturgesetz hält, dass sich die Kosten von derlei Vorhaben vervielfachen, sollte einen Blick in die Schweiz werfen. An diesem Freitag eröffnen die Eidgenossen den Ceneri-Basistunnel. Mit dieser gut 15 Kilometer langen Eisenbahnröhre im Kanton Tessin vollenden sie die „Neue Eisenbahn-Transversale“ (NEAT). Deren Herzstück ist der vor vier Jahren eröffnete Gotthard-Basistunnel.

          Johannes Ritter

          Korrespondent für Politik und Wirtschaft in der Schweiz.

          Die NEAT ist das größte Bauprojekt in der Geschichte der Schweiz. Bis zum endgültigen Abschluss in diesem Jahr wird dieses Jahrhundertwerk 23 Milliarden Franken (21,4 Milliarden Euro) gekostet haben. Das ist eine Punktlandung gegenüber der Planung, auch wenn diese aufgrund von Änderungen im Streckenverlauf zwischenzeitlich angepasst werden musste.

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