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Autonomes Fahren in China : Im Robotertaxi durch Schanghai

Schanghai: Straßenverkehr bei Nacht Bild: AFP

China testet autonom fahrende Taxis. Bis zum Jahr 2025 sollen eine Millionen Robodroschken im Einsatz sein. Unser Korrespondent ist schon mal Probe gefahren.

          4 Min.

          Beim Warten auf den Roboter kommen alte Taxigeschichten in den Sinn. Als der Fahrer auf dem Heimweg von der „Bar Rouge“ den fünffach überhöhten Tarif verlangte und anschließend zum Faustkampf bat. Die Fahrt vom Flughafen in Pudong, als der Fahrer von den drei Wohnungen berichtete, die er vor zwanzig Jahren in Schanghais Zentrum gekauft hatte, für ein paar tausend Euro. Heute ist der Mann Millionär.

          Hendrik Ankenbrand

          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Was wird der Roboter erzählen, der das Taxi steuern soll, das gerade vorgefahren kommt? An der Tür prangt das Logo von Didi, dem chinesischen Fahrdienstanbieter, der Uber vom größten Markt der Welt verdrängt hat. Die Uber-Chauffeure bringen es auf 15 Millionen Fahrten pro Tag, weltweit. Didi kommt auf 30 Millionen, hauptsächlich in China. Uber ist an der Börse 57 Milliarden Dollar wert. Didi flirtet mit dem Börsengang und wird von Investoren auf einen ähnlichen Wert taxiert. Zumindest vor dem Coronavirus. Denn die Pandemie hat in China stärker als in anderen Ländern die Menschen daheim eingesperrt und vom Taxifahren ferngehalten, wegen der Ansteckungsgefahr.

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