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Im Schlaf zum Ziel : Die neue Sehnsucht nach Reisen im Nachtzug

In Zug der ÖBB hat man die freie Wahl:Sitzen oder besser doch liegen? Bild: MAXIM BABENKO/The New York Times

Der Druck auf die Deutsche Bahn steigt, wieder Nachtzüge zu betreiben – gegen die wirtschaftliche Vernunft? Eine SPD-Verkehrspolitikerin will jetzt neue Wege einschlagen.

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          Beflügelt durch die Klimadebatte, ist Zugfahren wieder in Mode gekommen. In diesen Wintertagen genießt die Deutsche Bahn besonders viel Zuspruch: Nach der Senkung der Mehrwertsteuer auf Fernverkehrstickets zu Jahresanfang wollen noch mehr Fahrgäste auf der Schiene unterwegs sein. Die Bahncard 100, die Flatrate für Vielfahrer, wird zum Statussymbol. Hierzulande wächst der Wunsch, sich einem Ziel auch auf langen Strecken klimafreundlicher zu nähern als im Flug. So belebt die neue Liebe zur Schiene eine Sehnsucht wieder, die in Deutschland längst vergangen schien: das Reisen im Nachtzug.

          Kerstin Schwenn

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          „Mord im Orientexpress“ oder „Nachtzug nach Lissabon“: Heute braucht es nicht einmal diese Titel, um bei Bahn-Liebhabern für Kopfkino zu sorgen. Auch viele Politiker sind begeistert von der Idee, die Menschen vom späten oder frühen Flieger in den Nachtzug umzuleiten. Mehrere Grünen-Abgeordnete, darunter Franziska Brantner und Sven Giegold, starteten im Januar eine Petition an die Staatsbahnen in Frankreich, Belgien und Deutschland, in der es heißt: „Liebe SNCF, liebe SNCB, liebe Deutsche Bahn und vor allem liebe deutsche, belgische und französische Regierungen: Wir bitten euch, die Nachtzugverbindung Berlin–Brüssel–Paris dringend wieder einzuführen, als ersten Schritt bei der Renaissance der Nachtzüge in Europa.“ Mehr als 11.000 Bahnfahrer haben die Petition inzwischen unterschrieben.

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