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Individuelle Mobilität : Ein Lob auf das Auto

  • -Aktualisiert am

Offene Grenzen: Das Gros des europäischen Güterverkehrs wird auf der Straße erbracht. Bild: dpa

Einst galt das Auto als des Deutschen liebstes Kind, jetzt tut mancher so, als trage es die alleinige Schuld am Weltuntergang. Die überwältigende Mehrheit der Bürger aber will und kann nicht auf das Auto verzichten.

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          Das böse Auto verstopfe unsere Städte, mache das Klima kaputt, es könne als Waffe benutzt werden und nehme uns Lebensraum, lauten die Vorwürfe, in denen gewiss viel Wahrheit steckt. Jedoch ist nicht das Auto als solches böse, sondern allenfalls der Mensch, der es nutzt und besitzt. Und der es baut. Gern werden nun die Vorteile vergessen. Immer noch sichert das Auto in Deutschland direkt 835.000 Arbeitsplätze, weitere gut 1,2 Millionen gibt es in Handel, Vertrieb und Werkstätten. Ohne Mercedes-Benz, BMW, Audi, Porsche und Volkswagen sowie die deutschen Auslands-Ableger Ford und Opel wäre Deutschland nicht das führende Industrieland, das es immer noch ist.

          4,4 Millionen Autos sind in diesem Jahr hierzulande schon gebaut worden. Eine stattliche Zahl, wenn es auch 9 Prozent weniger sind als in den ersten elf Monaten 2018. Ziemlich genau drei Viertel der Produktion wird exportiert und trägt den guten Ruf der deutschen Schaffenskraft so in die Welt. 3,3 Millionen Einheiten waren es, das entspricht zufällig auch der Zahl der 2019 bis dato in Deutschland neu zugelassenen Autos. Von wegen, der Deutsche sei des Autos müde. Es sind 3,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, bis Jahresende dürften es knapp 3,6 Millionen Neuzulassungen sein – das höchste Niveau seit 20 Jahren, wenn man den Sondereffekt im Finanzkrisenjahr 2009 außer Acht lässt, als die Politik mit der Umweltprämie einen Kaufanreiz setzte.

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