https://www.faz.net/-gqe-89qwy

Abgas-Skandal : Volkswagen muss liefern

Firmenlogos von Volkswagen und Porsche: Die Zeit zur Aufklärung drängt. Bild: dpa

Porsche und Audi sollen auch manipuliert haben, außerdem laufen Ermittlungen wegen möglicher Sicherheitsmängel. VW muss sich mit der Aufklärung beeilen.

          1 Min.

          Aussage steht gegen Aussage. Die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA wirft dem VW-Konzern vor, auch die Abgaswerte von Drei-Liter-Motoren manipuliert zu haben, wie sie im Porsche Cayenne, im Audi A6 Quattro oder im VW Touareg eingebaut wurden.

          VW dementiert das, und zwar so klar und so schnell, dass dieses Dementi selbstmörderisch wäre, könnten die Amerikaner am Ende doch das Gegenteil beweisen. Volkswagen, Audi und Porsche sind sich dieses Mal keiner Schuld bewusst. Aber: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, sagt der Volksmund. VW muss daher schnell seine Unschuld belegen. Sonst wäre alles Gerede vom Neuanfang und von einer neuen Unternehmenskultur in Wolfsburg eine bloße Floskel.

          Auch der neue Konzernchef Matthias Müller wäre kaum noch tragbar, stellte sich heraus, dass die Abgaswerte von Porsche-Motoren ebenfalls manipuliert wurden. Als langjähriger Porsche-Chef war er zu nah dran, um als Aufklärer glaubwürdig zu bleiben, wenn sich die neuen Vorwürfe der EPA bestätigen sollten. Gelingt es den Wolfsburgern nicht, die Anschuldigungen zügig zu entkräften, wird es eng. Mit seinem raschen Dementi hat sich das Unternehmen selbst unter Druck gesetzt.

          Carsten Germis

          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Folgen:

          Weitere Themen

          Die Skepsis am China-Abkommen wächst

          FAZ Plus Artikel: Wall Street : Die Skepsis am China-Abkommen wächst

          Im Handelskonflikt zwischen Amerika und China haben Börsianer wenig Hoffnung auf wirkliche Fortschritte. Der positive Auftakt der Bilanzsaison sorgt zwar für etwas Erleichterung – doch sind noch viele Fragen offen.

          Topmeldungen

          Christian Lindner hat bei der Grundrente bewiesen: Die FDP lebt. Hier spricht er bei einer Veranstaltung im Dezember 2017.

          Einigung auf Grundsteuer : Die FDP lebt

          Die FDP hat ihre Vetomacht im Bundesrat klug genutzt. Die neue Grundsteuer ist ungewohnt freiheitlich für Deutschland. Ein großes Manko des Steuer-Monstrums bleibt dennoch.
          Der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China wird nach Ansicht von Fachleuten auf absehbare Zeit im Zentrum des Interesses an der Wall Street stehen.

          Wall Street : Die Skepsis am China-Abkommen wächst

          Im Handelskonflikt zwischen Amerika und China haben Börsianer wenig Hoffnung auf wirkliche Fortschritte. Der positive Auftakt der Bilanzsaison sorgt zwar für etwas Erleichterung – doch sind noch viele Fragen offen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.