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Rekordverlust : VW kürzt Vorstandsboni um 30 Prozent - aber nicht endgültig

  • Aktualisiert am

Tor zum VW-Werk in Wolfsburg Bild: dpa

Volkswagen kappt wegen des Abgasskandals die Vorstandsboni um 30 Prozent. Allerdings nicht endgültig: Steigt der Aktienkurs in den kommenden drei Jahren hoch genug, soll das Geld nachträglich ausbezahlt werden.

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          Volkswagen kappt wegen des Abgasskandals die Vorstandsboni vorerst um 30 Prozent. Das sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil am Freitag nach einer Aufsichtsratssitzung in Wolfsburg. Der Vorstand des VW-Konzerns stellt seinen Anspruch auf Bonuszahlungen aber nur in Teilen zurück und muss keinen endgültigen Verzicht in Kauf nehmen.

          Zwar behalte der Konzern etwa 30 Prozent der variablen Vergütung der Vorstände ein. Das Geld werde aber in Aktien umgewandelt und geparkt, erklärte der VW-Aufsichtsrat und niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Freitag in Wolfsburg.

          Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil

          Nach Ablauf von drei Jahre werde geprüft, wie sich der Aktienkurs entwickelt hat. Liege der um ein Viertel über dem jüngsten Niveau, werde das Geld ausbezahlt, liege er darüber, gebe es sogar entsprechend mehr Geld zurück. Nur wenn der Kurs darunter liege, bekämen die betroffenen Vorstände das Geld nicht.

          Der Vorstand von VW hat sich während der Aufsichtsratssitzung in Wolfsburg am Freitag trotz des Rekordverlusts von Volkswagen offensichtlich vehement gegen starke Kürzungen seiner Bezüge gesperrt. Das Land Niedersachsen als VW-Großaktionär, der Betriebsrat und die IG Metall hatten den Vorstand aufgefordert, auf einen Großteil der Boni zu verzichten.

          Volkswagen hatte mit einer illegalen Software Abgastests bei Dieselfahrzeugen manipuliert und dies vor sieben Monaten eingestanden. Der Skandal hat seinen Ursprung in den USA. Er hatte den Konzern in eine schwere Krise gestürzt. Weltweit sind rund elf Millionen Fahrzeuge betroffen.

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