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Abgas-Skandal : VW ist zu langsam

  • -Aktualisiert am

Noch immer sind die Verantwortlichen für den Abgas-Skandal nicht ermittelt, Kunden und Behörden tappen im Dunkeln. Ein Unding.

          Die EU-Kommission hat völlig recht. Volkswagen muss endlich belastbare Informationen darüber liefern, welche Modelle von welcher Manipulation betroffen sind, wie wann welcher Fehler von wem behoben werden soll und wann konkrete neue Typengenehmigungen zu erwarten sind. Es ist richtig, den Wolfsburgern dafür nur noch wenige Tage Zeit zu geben.

          Denn dass es das Unternehmen in den Wochen, die seit der Aufdeckung des Skandals verstrichen sind, nicht geschafft hat, vollständiges Licht ins Dunkel zu bringen, ist ein Unding. Wohlgemerkt: Den Kunden interessiert nicht, wer im Konzern die Verantwortung trägt. Für diese, gewiss ebenso wichtige Aufklärung kann sich das Haus gerne etwas länger Zeit lassen, um gründlich auszumisten.

          Der Käufer von betroffenen Fahrzeugen aus dem weiten Reich von VW will aber will wissen, was aus seinem Auto wird. Und die Behörden müssen erfahren, wie viel Kohlendioxid pro Kilometer die VW-Flotte von Neufahrzeugen denn nun wirklich ausstößt. Werden die politisch vorgegebenen Ziele nämlich verfehlt, droht Volkswagen die nächste Strafzahlung. Apropos Zahlung: Warum sollen eigentlich nur die amerikanischen Diesel-Käufer Gutschriften bekommen? Deutsche Kunden sollten so laut es geht rufen: Wir auch! Volkswagen muss anfangen, um die Kunden zu kämpfen.

          Carsten Knop

          Chefredakteur digitale Produkte.

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