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Partnerschaft mit Ford : VW will sich von China unabhängiger machen

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Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess läuft die Bühne entlang. Er sieht sein Unternehmen stark chinesisch geprägt und will auch deshalb die Kooperation mit Ford voranbringen. Bild: EPA

Volkswagen-Chef Herbert Diess rechnet mit einer baldigen Einigung mit Ford über eine Zusammenarbeit in der Entwicklung von Roboterautos. Die Partnerschaft sei „geostrategisch von überragender Bedeutung“.

          Volkswagen rechnet mit einer baldigen Einigung mit Ford über eine Zusammenarbeit bei Roboterautos. Die Kooperationsgespräche mit dem zweitgrößten amerikanischen Autobauer stünden kurz vor dem Abschluss, sagte Konzernchef Herbert Diess am Donnerstag auf einer Führungskräftekonferenz in Wolfsburg. Die Partnerschaft mit Ford sei für Volkswagen geostrategisch von überragender Bedeutung. „Ohne ein starkes Engagement in den USA – unserer noch immer schwächsten Weltregion – drohen wir in den weltweiten Handelskonflikten in eine ausweglose Situation zu geraten“, sagte Diess laut seinem Redemanuskript. Volkswagen sei derzeit noch sehr stark ein chinesisch geprägtes Unternehmen.

          In seiner Rede vor rund 500 Top-Managern betonte der Konzernchef zudem, dass Volkswagen sich weiter operativ steigern müsse, um an der Börse besser dazustehen. „Unsere Unternehmensbewertung ist deutlich zu niedrig.“ Diess betonte, dass Volkswagen noch große Kraftreserven habe. Operativ liege der Konzern jetzt schon am oberen Rand des Korridors dessen, was man sich für 2025 vorgenommen habe. Wenn sich das Marktumfeld normalisiere und man auch nur einen kleinen Teil der möglichen Synergien hebe, von denen heute viele noch brachlägen, habe das Unternehmen noch erhebliches Potenzial. Diess bekräftigte, das Lkw-Geschäft mit den beiden Marken MAN und Scania unter dem Namen Traton noch vor der Sommerpause an die Börse zu bringen. 

          Währenddessen gibt es beim deutschen Ford-Werk in Köln personelle Änderungen. Seit Anfang Juni ist Joost van Dijk Geschäftsführer für das Ressort Finanzen. Von Dijk gehört dem Unternehmen seit 1996 an und war zuvor bereits in verschiedene Finanz-Institutionen bei Ford tätig. Er folgt auf Bernd Rose, der sich in den Ruhestand verabschiedet.

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