https://www.faz.net/-gqe-89dd6

Abgas-Skandal : VW-Betriebsrat will keine Beförderungsstopps

  • Aktualisiert am

Der Volkswagen-Konzern plant nach der Abgas-Affäre enorme Einsparungen. Bild: dpa

Gerüchte über eine Beförderungspause bei Volkswagen machen die Runde. Doch der Betriebsrat stellt sich quer. Es handle sich um einseitige, inakzeptable Vorstellungen des Vorstands.

          1 Min.

          Der VW-Betriebsrat hat einen Medienbericht über einen angeblich schon beschlossenen Beförderungsstopp zurückgewiesen. „Hier handelt es sich um einseitige Vorstellungen des Vorstands, die wir so nicht akzeptieren werden. Das haben wir Freitag mit dem Personalwesen besprochen“, sagte der VW-Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

          Zuvor hatte das „Manager Magazin“ berichtet, dass es der Betriebsrat schon abgesegnet habe, bei der VW-Kernmarke 2016 auf Beförderungen zu verzichten. Dem trat Osterloh nun entgegen. Zudem sagte er, dass sich der Betriebsrat gegen „bloße Symbolpolitik auf dem Rücken von Beschäftigten“ nach Kräften wehren werde. „Wir erwarten andere Symbole zuerst: zum Beispiel eine klare Aussage, wie sich der Konzernvorstand zu seinen Boni-Zahlungen stellt. Hier muss die Devise lauten: mit gutem Beispiel voran“, sagte Osterloh.

          Volkswagen steckt wegen des Skandals um manipulierte Abgaswerte in der größten Krise seiner fast 80-jährigen Konzerngeschichte. Dem „Manager Magazin“ zufolge spielt VW-Markenchef Herbert Diess auch schon mit dem Gedanken, die Stammbelegschaft in den VW-Werken auszudünnen, was der Betriebsrat aber ablehne. Dafür müsste auch zuerst eine größere Hürde genommen werden: Für die rund 120 000 Beschäftigten im VW-Haustarif, der für die westdeutschen Werke der Volkswagen AG gilt, läuft eine ungekündigte Beschäftigungssicherung.

          Laut dem „Manager-Magazin“-Bericht soll zudem zwecks Sparbemühungen bei der Planung des nächsten VW-Golf auf mehr Teile der aktuellen Golf-Generation zurückgegriffen werden. Ein VW-Sprecher sagte dazu, dass „jeder Stein umgedreht“ werde, aber noch nichts beschlossen sei.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          IBMs Quantencomputer „System Q“ ist auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas zu sehen.

          Quantencomputer : Die nächste Revolution

          Quantencomputer können Verschlüsselungen knacken, neue Batterien entdecken und an Finanzmärkten Geld verdienen. Und das sind nur die Möglichkeiten, die bisher bekannt sind.
          Erling Haaland erlebt einen sensationellen Einstand bei Borussia Dortmund.

          Dortmund 5:3 in Augsburg : Die große Show des Erling Haaland

          Was für ein Spiel! Der BVB stellt sich in Augsburg erst dilettantisch an. Doch Dortmund kommt zurück und siegt am Ende noch – weil der junge Neuzugang Erling Haaland einen spektakulären Einstand zeigt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.