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F.A.S. Exklusiv : VW-Aktionäre wollen Aufklärung per Gericht erzwingen

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Nicht gerade transparent: Die Rückrufaktion und die Aufklärung des Abgas-Skandals verärgert die Aktionäre. Bild: dpa

Die Aufklärung des Abgas-Skandals bei VW läuft schleppend. Jetzt werden die verärgerten Aktionäre aktiv. Sie sind sich einig: „Der Konzern lässt uns keine andere Wahl.“

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          Einflussreiche Investoren wollen den VW-Konzern notfalls auf dem Gerichtsweg zwingen, den Diesel-Skandal von unabhängigen Ermittlern untersuchen zu lassen. Dies berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Ein entsprechender Antrag habe auf der Hauptversammlung am Mittwoch (22.6.2016) gegen die Stimmen der Familien Porsche/Piech und des Landes Niedersachsen zwar keine Chance, sei aber Voraussetzung für den Gerichtsweg, schreibt die F.A.S.

          „Hat die Hauptversammlung erst mal darüber abgestimmt, kann man zu Gericht gehen und auf diesem Weg eine Sonderprüfung herbeiführen“, sagte Hermes-Manager Hans-Christoph Hirt. Seine Fondsgesellschaft sehe Sonderprüfungen zwar generell kritisch, „aber wenn es eine Situation gibt, in der so eine Prüfung Sinn macht, dann ist es Volkswagen – aufgrund der schwerwiegenden Vorfälle im Zusammenhang mit dem Dieselskandal und der Eigentümerstruktur.“

          So argumentiert auch der deutsche Corporate-Governance-Experte Christian Strenger in der F.A.S:  „Der Konzern lässt uns keine andere Wahl“, sagte Strenger, „Volkswagen zwingt uns mit seiner Wagenburg-Mentalität, die Vorfälle auf dem Weg einer gerichtlich angeordneten Sonderprüfung klären zu lassen.“

          Einig sind die Investoren auch in der Forderung nach neuen, familienfremden Aufsehern für den VW-Konzern: „Dem VW-Aufsichtsrat fehlt Unabhängigkeit und relevantes Wissen. Da sind klare Kompetenzlücken“, sagte Hans-Christoph Hirt und fordert, „erfahrene, hochkompetente Leute von außen“ in das Kontrollgremium zu wählen, um zu verhindern, dass VW weiterhin regelmäßig von Skandalen erschüttert wird.

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