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Viel weniger Autos betroffen : CO2-Manipulation bei VW löst sich in Luft auf

Volkswagen kann eine Baustelle im Abgasskandal schließen. Bild: AP

Entlastung für Volkswagen: Die Falschangaben von CO2-Werten werden keine Auswirkungen auf die Kunden haben, hat die Frankfurter Allgemeine Zeitung erfahren. Der Aktienkurs steigt schnell.

          Die von Volkswagen entdeckten Falschangaben von CO2-Werten werden aller Voraussicht nach keine Auswirkungen auf die Kunden haben. Es wird auch nicht zu Nachzahlungen von Kraftfahrzeugsteuern kommen. Das ist nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung das Ergebnis der gemeinsamen Überprüfungen von Kraftfahrtbundesamt, Bundesverkehrsministerium und Volkswagen.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Der Konzern hatte selbst am 3. November mitgeteilt, bei Tests sei aufgefallen, dass in der Zulassung von Autos des Konzerns falsche, also zu niedrige CO2-Angaben gemacht worden seien. Im Verdacht standen rund 800.000 Fahrzeuge. Tatsächlich sind nach abermaliger Prüfung weniger als 40.000 Autos betroffen. Zudem müssen nur wenige und ab jetzt produzierte Neuwagen mit neuen Werten freigegeben werden.

          Rückwirkend wird sich offenbar nichts ändern, die Kunden müssen keine Änderung der Fahrzeugpapiere hinnehmen, die Fahrzeuge können ganz normal weiterfahren. Hintergrund ist dem Vernehmen nach, dass die Abweichungen minimal sind, bei manchen Fahrzeugen nur 0,1 Gramm, in schlechteren Fällen bis zu 4 Gramm CO2 je Kilometer. Diese Werte liegen innerhalb von zulässigen Toleranzen.

          An der Börse stieg der Volkswagen-Aktienkurs (Vorzüge) um über 6 Prozent infolge der Nachricht, nachdem er zuvor im Minus gelegen hatte. Der deutsche Standardwerteindex Dax insgesamt tendierte etwas schwächer als am Vortag.

          Volkswagen hat für den morgigen Donnerstag eine Pressekonferenz einberufen, dort werden diese neuen Erkenntnisse sicherlich Thema sein. Der Konzern hatte den möglichen Schaden Anfang November auf bis zu 2 Milliarden Euro taxiert, diese Summe wird nun offenbar viel geringer ausfallen.

          Unterdessen gibt es auch eine neue Wendung im zweiten Skandal-Fall des Volkswagen-Konzerns, in dem es um manipulierte Emissionstests von Dieselautos geht: In den Vereinigten Staaten muss sich Volkswagen mit Hunderten von Klägern auseinandersetzen, deren Fälle nun in San Francisco zusammengeführt werden.

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