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Verkehrswende in Hessen : „Kein Radweg scheitert am Geld“

  • -Aktualisiert am

Schnell und sicher: Radschnellweg bei Wixhausen Bild: Marcus Kaufhold

Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir stellt den Ausbau des Radwegenetzes an Bundes- und Landesstraßen vor. In diesem Jahr sollen 21 Millionen Euro in gut 20 Kilometer Radweg investiert werden.

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          Der etwa elf Kilometer lange Radweg entlang der B 42 zwischen Rüdesheim im Rheingau und der rheinland-pfälzischen Grenze bei Lorchhausen wird nach seiner Fertigstellung voraussichtlich 115 Millionen Euro gekostet haben. Damit sorgt Deutschlands teuerster Geh- und Radweg beim Bund der Steuerzahler regelmäßig für Empörung. Als „Quatsch“ bezeichnete Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Die Grünen) diese Kritik, denn es werde stets vergessen, dass während der Arbeiten auch die Bundesstraße verlegt werde. „Ich kann Ihnen aber sagen, das ist ein Radweg, der sich trotzdem lohnt“, versprach Al-Wazir: Der Radweg werde eine bedeutende ökonomische und touristische Wirkung entfalten. Vorteile sieht der Minister auch bei vielen anderen Radwegen, weswegen das Land die Investitionen in die Rad-Infrastruktur kontinuierlich erhöhten möchte.

          Gemeinsam mit Heiko Durth, dem Präsidenten des Landesbetriebes Hessen Mobil, stellte Al-Wazir am Dienstag in Wiesbaden den Stand des Radwegebaus an Hessens Landes- und Bundesstraßen vor. „Der Radwegebau in Hessen nimmt noch mehr Fahrt auf. Wir haben mehr Geld und mehr Personal“, sagte der Minister. „Wir arbeiten an der Verkehrswende.“ Dazu zähle auch die Stärkung des Radverkehrs und die Verbesserung der Infrastruktur, damit das Rad ein gleichberechtigtes Verkehrsmittel werde. Die Bedeutung des Radverkehrs habe während der Pandemie zugenommen, dieser Trend sei allerdings auch schon vorher wahrnehmbar gewesen, sagte der Minister weiter.

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