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100 Prozent Ökostrom bis 2038? : Scheuer: Bahn soll mehr für Klimaschutz tun

  • Aktualisiert am

Ein ICE 4 auf der Strecke Göttingen-Hannover Bild: dpa

Der Verkehrsminister hat ehrgeizige Ziele und macht der Deutschen Bahn Druck. Mit der Pünktlichkeit im Mai dürfte er derweil nicht völlig unzufrieden sein.

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          Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat der Bahn strengere Klimavorgaben gemacht. Der CSU-Politiker sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, er habe die Führung des Unternehmens aufgefordert, zügig ein Konzept vorzulegen, „wie wir zwölf Jahre früher als bisher geplant auf 100 Prozent Ökostrom umstellen - nämlich ab 2038 statt 2050“. Scheuer sagte, er wolle, dass die Bahn einen noch größeren Beitrag zum Erreichen der CO2-Reduzierung leiste. Scheuer hatte laut Bericht am Montag mit Bahnchef Richard Lutz und Bahnvorstand Ronald Pofalla gesprochen.

          Die Bundesregierung berät derzeit über Maßnahmen für mehr Klimaschutz. Vor allem der Verkehrsbereich muss liefern, um Klimaziele 2030 einhalten zu können. Scheuer hatte vergangene Woche zur Sitzung des Klimakabinetts umfangreiche Vorschläge gemacht. Dazu zählt auch, den Schienenverkehr zu stärken.

          Indes hat die Bahn ihre Kunden nach eigenen Angaben im Mai wieder etwas seltener warten lassen. 79,8 Prozent der Fernzüge waren pünktlich, wie das Unternehmen der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Damit kam zwar immer noch gut jeder fünfte ICE, Intercity oder Eurocity zu spät. Das ist jedoch der beste Mai-Wert seit sieben Jahren. Bislang liegt die Bahn damit in diesem Jahr über ihrer eigenen Zielmarke.

          Mehr Züge im Einsatz

          Verglichen mit April stieg die Pünktlichkeit um 1,1 Prozentpunkte. Als pünktlich wertet der Konzern alle Züge, die weniger als sechs Minuten nach Fahrplan eintreffen. Nach Darstellung der Bahn sind die Züge pünktlicher, weil die vielen Baustellen besser koordiniert werden. Außerdem stünden mehr Züge zur Verfügung. Seit April seien täglich 225 ICE unterwegs, so viele wie nie. Konzernchef Richard Lutz sprach von erfreulichen Fortschritten. „Zufrieden sind wir aber erst, wenn wir diesen Trend verstetigen können. Das bedeutet für uns, im Kampf um jede Minute nicht nachzulassen.“

          Im vergangenen Jahr hatte die Bahn große Probleme mit Zugverspätungen. Staus auf dem Schienennetz und Mängel an Fahrzeugen strapazierten die Geduld der Fahrgäste, besonders in der langen Hitzeperiode im Sommer. Die Pünktlichkeit im Fernverkehr sackte 2018 auf knapp 75 Prozent ab - das Ziel waren 82 Prozent gewesen.

          Dieses Jahr liegt die Latte niedriger: Lutz will 76,5 Prozent erreichen. Von Januar bis Mai lag die Quote mit durchschnittlich 78,6 Prozent darüber, wie das Staatsunternehmen mitteilte. Der Bund als Eigentümer hatte zu Jahresbeginn spürbare Verbesserungen bis zum Sommer verlangt.

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