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Zukunft des Diesel : Scheuer ermahnt die Automobilchefs

  • -Aktualisiert am

Fordert mehr Einsatz: Verkehrsminister Andreas Scheuer Bild: dpa

Vor dem Dieselgipfel am Donnerstag hat Verkehrsminister Andreas Scheuer abermals Zugeständnisse der Autoindustrie gefordert. Seine Priorität beim Thema Nachrüstung und Prämien sei „unverändert“.

          Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und die Vorstandsvorsitzenden von Daimler, BMW und Volkswagen werden sich am Donnerstag treffen, um über weiterreichende Zugeständnisse der Autoindustrie an die Besitzer älterer Dieselfahrzeuge zu verhandeln. Scheuer sagte auf einer Veranstaltung des Branchenverbands VDA am Dienstagabend, er erwarte dringend Bewegung der Unternehmen. Die setzen bislang auf Eintauschprämien, das sei nicht genug. In Fragen der Hardwarenachrüstung reicht das Spektrum von Übernahme bis 80 Prozent der Kosten (VW und Daimler) bis Ablehnung (BMW).

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Auf Nachfrage der F.A.Z. sagte Scheuer gleichwohl, er sei nach wie vor gegen die Nachrüstung privater Personenwagen, weil der Aufwand unverhältnismäßig sei und der Effekt bei öffentlichen Fahrzeugen größer. „Meine Priorität ist unverändert die Flottenerneuerung. Ich bin allerdings nicht allein in der Regierung.“ Zwar vermischten Medien und Politiker die Herausforderung sauberer Luft in der Stadt unzulässig mit der Manipulation Weniger in der Vergangenheit, aber das Image der Industrie sei nun mal am Boden, da müsse die etwas tun. Zugleich warnte er davor, die Schlüsselindustrie kaputtzureden oder mit überzogenen Regelungen zu strangulieren.

          Unterdessen laufen die fortwährenden Forderungen nach Hardware-Nachrüstsätzen offenbar ins Leere. Bislang jedenfalls liege dem ihm unterstellten Kraftfahrtbundesamt kein Antrag auf Genehmigung nachrüstbarer Bauteile vor, sagte Scheuer, und weiter: „Da sind die Marketingabteilungen forscher als die Techniker.“

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