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Mögliches Autokartell : VW ruft Aufsichtsräte zur Krisensitzung zusammen

  • Aktualisiert am

Hans Dieter Pötsch Bild: EPA

Nach dem Vorwurf eines möglichen Autokartells trommelt Volkswagen seine Aufsichtsräte zusammen. Aufsichtsratschef Pötsch hat für Mittwoch kurzfristig eine außerordentliche Sitzung des Gremiums einberufen.

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          Nach dem Vorwurf eines möglichen Autokartells ruft Europas größter Autobauer Volkswagen außerplanmäßig seine Aufsichtsräte zusammen. Wie ein Sprecher von Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch am Montag auf Anfrage erklärte, hat Pötsch vor dem Hintergrund der aktuellen Lage kurzfristig zu einer außerordentlichen Sitzung des Kontrollgremiums eingeladen. Diese sei für Mittwoch angesetzt. Dem Vernehmen nach soll es am Mittwochnachmittag um die Kartellvorwürfe gehen, die am Wochenende bekannt geworden sind.

          Demnach sollen sich Vertreter von VW, Audi, Porsche, BMW und Daimler jahrelang in geheimen Zirkeln über ihre Fahrzeuge, Kosten, Zulieferer und auch den Umgang mit dem Thema Diesel-Abgase abgesprochen haben. Angeblich soll es Selbstanzeigen von Daimler und Volkswagen bei den Wettbewerbsbehörden geben.

          EU-Kommission wird bei Ermittlungen den Hut aufhaben

          Die EU-Kommission und Bundeskartellamt prüfen, ob die Autohersteller gegen das Kartellverbot verstoßen haben. Den Hut wird bei den Ermitlungen die Wettbewerbsbehörde der EU-Kommission und nicht das Bundeskartellamt aufhaben. Sowohl dem Bundeskartellamt als auch der EU-Kommission lägen Informationen „zu möglichen Absprachen im technischen Bereich zwischen deutschen Autoherstellern„ vor, teilte die Bonner Behörde am Montag mit. Im Bereich des Kartellrechts innerhalb der EU führe aber entweder das Bundeskartellamt oder Brüssel ein Kartellverfahren. Dabei arbeiteten beide Behörden eng zusammen. „Eine Verfahrenseinleitung durch das Bundeskartellamt zum derzeitigen Zeitpunkt kommt daher nicht in Betracht„, unterstrich die Bonner Behörde.

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