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Interview mit Verbandschef : Wissmann: „Es gibt eine Anti-Diesel-Lobby“

VDA-Präsident Matthias Wissmann Bild: dpa

Der Diesel ist besser als sein derzeitiger Ruf, sagt VDA-Präsident Wissmann im Interview mit der F.A.Z.. Nur VW habe manipuliert. Die Industrie ringt um das Vertrauen der Kunden.

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          Der Verband der Automobilindustrie (VDA) will im Manipulationsskandal von VW die Verunsicherung von Verbrauchern beseitigen. „Die Unternehmen werden mit Informationskampagnen alles tun, um den Verbraucher über die neuen und sauberen Dieselfahrzeuge aufzuklären“, sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Mittwochsausgabe).

          Henning Peitsmeier
          Wirtschaftskorrespondent in München.
          Holger Appel
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Von Verschwörungstheorien, wie etwa einem amerikanischem  Wirtschaftskrieg, hält Wissmann nichts. „Klar ist aber, dass es eine Anti-Diesel-Lobby gibt, angeführt von einigen Nichtregierungsorganisationen.“ Dass in der aktuellen Diskussion die Dieseltechnologie in Frage gestellt werde, sei „völlig unberechtigt“. Wissmann wehrt sich auch dagegen, die Manipulationen von VW mit den unrealistischen Abgasmessungen des europäischen Normzyklus' zu vermischen: „Eine Abweichung von Labor- und Straßentest liegt in der Natur der technisch-physikalischen Natur der Sache. Mit der Manipulation von Abgaswerten hat das aber nichts zu tun.“ 

          Ein Eingeständnis der Autoindustrie, mit schweren Dieselfahrzeugen die immer strengeren Abgasgrenzwerte nicht einhalten zu können, sieht Wissmann nicht. VW werde alles tun, „um die Dinge in Ordnung zu bringen“, sagte Wissmann. „Wir wissen aus ähnlichen Vorgängen, dass es Unternehmen durch überzeugende Aufklärungsarbeit, vollständige Kompensation der Schäden und Information der Kunden gelingen kann, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.“ Der neuen VW-Führung wünscht Wissmann „bei dieser hochheiklen Aufgabe viel Glück und Geschick.“

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