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VDA-Präsidentin im Interview : „Das Tempolimit ist ein völlig überhöhtes Symbol“

VDA-Präsidentin Hildegard Müller fordert mehr Deregulierung beim Bau von Verkehrsinfrastruktur. Bild: Dominik Butzmann/VDA

Deutschlands oberste Autolobbyistin Hildegard Müller kommentiert erstmals den Koalitionsvertrag und begrüßt die Technologieoffenheit der künftigen Regierung. Die Diskussion um das Tempolimit hält sie jedoch für überzogen.

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          Frau Präsidentin Müller, wie beurteilen Sie den Koalitionsvertrag für die künftige Ampelkoalition aus der Sicht der deutschen Autoindustrie?

          Tobias Piller
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Ich finde erst einmal, dass in dem Koalitionsvertrag viele gute Ansätze sind. Dazu gehören Punkte, die weit über die vermeintlichen Interessen der Autoindustrie hinausgehen. Um nur ein Beispiel zu nennen: Wenn dort etwas zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren steht, dann horchen wir in der Wirtschaft alle auf, weil wir den Bau von Infrastruktur auf allen Ebenen deregulieren und beschleunigen müssen. Das gilt für Breitbandnetze, aber auch für die Ladeinfrastruktur für Elektroautos. Es gibt noch viele weitere Beispiele, wie die digitale Verwaltung. Wir warten schon lange darauf, und es ist in anderen Ländern längst Standard.

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