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Umweltverbände machen Druck : „Brauchen keine Antriebswende, sondern eine konsequente Verkehrswende“

  • Aktualisiert am

Demonstration für eine Verkehrswende im oberbayerischen Grainau Bild: dpa

Bus und Bahn statt Autos: Ein Bündnis von BUND, Verdi und Fridays for Future fordert mehr Klimaschutz im Verkehr. 120 Milliarden Euro an öffentlichen Investitionen seien dafür in den kommenden zehn Jahren nötig.

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          Umweltverbände und die Gewerkschaft Verdi fordern mehr Engagement der öffentlichen Hand für eine Verkehrswende. Hierfür seien bis 2030 Investitionen von insgesamt rund 120 Milliarden Euro nötig, erklärten unter anderem Verdi, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Fridays for Future am Freitag. Bund und Länder müssten die Kommunen viel stärker als bisher beim Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) unterstützen.

          Verdi-Vize-Chefin Christine Behle kritisierte, dass die Bundesregierung abermals am 8. September zu einem Autogipfel einlade. „Wir brauchen keine Antriebswende, sondern wir brauchen eine konsequente Verkehrswende.“

          Der ÖPNV biete die Chance, CO2-Emissionen im Verkehr deutlich zu verringern und damit die Erreichung der Klimaziele im Verkehr zu unterstützen. Die Zahl der Nutzer von derzeit rund 24 Millionen Menschen täglich müsse dafür bis 2030 verdoppelt werden, bei gleichzeitiger Reduzierung der Autofahrten. In den nächsten zehn Jahren sollten jährlich rund fünf Milliarden Euro in die Infrastruktur fließen, etwa zwei Milliarden Euro in zusätzliche Fahrzeuge und rund vier Milliarden Euro in mehr Personal, erklärten die Umweltgruppen.

          Verdi-Vize-Chefin Behle geht davon aus, dass durch eine Verdopplung des ÖNPV-Angebotes allein in den Verkehrsunternehmen knapp 70.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen würden. Samt Beschäftigungseffekten in verbundenen Branchen wie der Bauwirtschaft, Fahrzeug- und Maschinenbau, bei Zulieferern und Sicherheitsunternehmen gäbe es unter dem Strich insgesamt einen Aufbau von rund 100.000 Stellen.

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