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Tests in Amerika : VW entschuldigt sich für Tierversuche

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In einem Forschungslabor in New Mexiko wurden zehn Affen zu Testzwecken stundenlang den Abgasen eines VW Beetles ausgesetzt. Bild: dpa

Weil Volkswagen die Auswirkungen von Abgasen an Affen testen ließ, erntet der Autobauer scharfe Kritik – auch von Niedersachsens Ministerpräsident Weil. Nun entschuldigt sich der Konzern.

          Volkswagen hat sich für Tierversuche in den Vereinigten Staaten entschuldigt, bei denen Affen gezielt Dieselabgasen ausgesetzt worden waren. „Wir sind der Überzeugung, dass die damals gewählte wissenschaftliche Methodik falsch war. Es wäre besser gewesen, auf eine solche Untersuchung von vornherein zu verzichten“, teilte der Konzern am Samstag mit. Volkswagen distanziere sich klar von allen Formen der Tierquälerei. „Wir entschuldigen uns für das Fehlverhalten und die Fehleinschätzung Einzelner.“

          Die Tests mit den Affen waren Teil einer Studie, die beweisen sollte, dass die Diesel-Schadstoffbelastung dank moderner Abgasreinigung erheblich abgenommen hat. Deshalb hatte die EUGT („Europäische Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor“) – eine von Volkswagen, Daimler und BMW finanzierte Lobby-Initiative – sie beim amerikanischen Lovelace Respiratory Research Institute in Auftrag gegeben. Federführend war laut dem Studienleiter dabei VW.

          Großaktionär Niedersachsen teilte am Samstag mit, die Vertreter des Landes im Aufsichtsrat drängten auf vollständige Aufklärung der Geschehnisse aus dem Jahr 2014, von denen sie durch die Medien erfahren hätten. Außerdem müsse sichergestellt werden, dass nie wieder vergleichbare Studien in Auftrag gegeben werden. „Zehn Affen stundenlang mutwillig Autoabgase einatmen zu lassen, um zu beweisen, dass die Schadstoffbelastung angeblich abgenommen habe, ist widerlich und absurd“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), der für das Land Niedersachsen im Aufsichtsrat des Unternehmens sitzt.

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