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CO2-neutrale Alternative : Synthetischer Kraftstoff aus Karlsruhe

  • -Aktualisiert am

Im Karlsruher Institut für Technologie (KIT) geht die erste Testanlage für „E-Fuels“ in Betrieb. Bild: dpa

Die erste Versuchsanlage der Welt für klimafreundlichen Treibstoff nimmt ihren Betrieb auf – sogenannte „E-Fuels“ aus Strom und Luft werden hergestellt. Eine Technologie mit Zukunft?

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          In der Debatte um Klimaschutz und Individualverkehr taucht das Thema synthetische Kraftstoffe regelmäßig auf. Sie sind für ganz normale Autos tauglich, werden aber bislang nur in verschwindend geringen Mengen und auf vereinzelten Anlagen produziert. Roland Dittmeyer vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sieht die Chancen für diese auch eher nicht für den Einsatz im Stadtverkehr. „Für die 20 Kilometer Strecke in der Stadt gibt es die Batterielösung“, sagt er. Einsatzmöglichkeiten für synthetische Kraftstoffe gebe es eher im Schwerlast-, Flug- und Schiffsverkehr, weil dort die Elektromobilität ganz schnell an ihre Grenzen komme.

          Synthetische Treibstoffe sind CO2-neutral und werden auch E-Fuels genannt. Das „E“ steht dabei für den Strom aus erneuerbaren Quellen, mit dessen Hilfe die Treibstoffe hergestellt werden. In ihren chemischen Strukturen und Grundeigenschaften unterscheiden sich E-Fuels nicht von herkömmlichem Diesel oder Benzin aus Erdöl. Die rund zehnjährigen Forschungsarbeiten von Dittmeyer und seinem Team brachten nun die erste integrierte Versuchsanlage der Welt zur Herstellung von flüssigem CO2-neutralem Treibstoff an den Start.

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