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„Es ist hochgradig gefährlich“ : Taxi-Chef fordert Helmpflicht für E-Tretroller-Fahrer

  • Aktualisiert am

Die Münchner Polizei kontrolliert einen E-Tretroller-Fahrer. Bild: dpa

„Völlig verantwortungslos“ sei die fehlende Helmpflicht für E-Tretroller-Fahrer, meint der Chef des Taxi-Verbandes Müller. Fußgänger und Autofahrer kämen kaum noch „unfallfrei von A nach B“. Deshalb brauche es klare Regeln.

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          Der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband fordert aus Sicherheitsgründen eine Helmpflicht für Nutzer von E-Tretrollern. Verbandspräsident Michael Müller sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Es ist für mich völlig verantwortungslos, dass bei E-Scootern keine Helmpflicht vorgeschrieben ist. Die Dinger haben enorme Geschwindigkeiten. Man hat sie für den Verkehr freigegeben, ohne klare Regeln aufzustellen.“

          Müller sagte weiter: „Es ist für Fußgänger inzwischen kaum noch mehr zu steuern, unfallfrei von A nach B zu kommen, weil von jeder Ecke aus ein E-Scooter angeschossen kommt. Und für Autofahrer auch nicht mehr. Es ist hochgradig gefährlich.“ Außerdem würden die Zulassungsregeln kaum kontrolliert.

          Generell begrüße der Taxiverband aber, dass es mehr Angebote an verschiedenen Mobilitätsmöglichkeiten gebe: „Denn je mehr Angebote es gibt, desto mehr Menschen verzichten auf ein eigenes Auto.“

          Knapp zwei Monate nach der Zulassung der E-Tretroller häufen sich Berichte über Unfälle oder Fahrten unter Alkoholeinfluss. Ein Problem ist auch, dass viele E-Tretrolle auf Gehwegen abgestellt werden. Viele benutzen die Roller zudem zu zweit, was nicht erlaubt ist. Erlaubt sind E-Tretroller ab 14 Jahren, eine Helmpflicht gibt es nicht. Fahren müssen sie auf Radwegen – gibt es keine, müssen die Fahrer auf die Straßen ausweichen.

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