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Klimafragen und Lebensqualität : Wem nützt der SUV-Hass?

Greenpeace-Aktivisten blockieren am Autoterminal in Bremerhaven Anfang September 2019 das Entladen von SUV-Fahrzeugen. Bild: dpa

Die SUV-Hasser halten sich für moralisch überlegen – dabei tragen sie selbst auch keine weiße Weste. Den Haltern der Geländewagen kann man ihren Hang zu Bequemlichkeit und Sicherheit schwerlich vorwerfen.

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          Gewiss gibt es Gründe, diese Fahrzeuge unsympathisch zu finden. Nach einem weitverbreiteten Geschmacksempfinden sehen sie einfach nicht besonders gewinnend aus, diese Geländewagen für die Stadt, die derzeit so viele Hassgefühle auf sich ziehen. Einen SUV zu fahren, das gilt nicht als besonders „bürgerlich“, um einen gerade modischen Begriff zu benutzen, eher schon – soziologisch gesprochen – als prollig oder neofeudal.

          Die Frontpartie vieler Modelle spricht zu anderen Verkehrsteilnehmern in einem Ton, der viele an die Hass-Tweets in den sozialen Medien erinnert. Vermutlich liegt darin der wahre Grund für die Härte, mit der die Debatte über den SUV derzeit geführt wird – auch wenn viele der Halter einfach bloß Bequemlichkeit und Sicherheit schätzen, nicht umsonst ist es eine alternde Gesellschaft, in der sich dieser Fahrzeugtyp so rasend schnell verbreitet.

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