https://www.faz.net/-gqe-9pwcc

Teil des Luftreinhalteplans : Stuttgart will Tempo 40 in Innenstadt ausweiten

  • Aktualisiert am

„Tempo 40 soll den Verkehr verflüssigen, „Stop and go“ mindern und die Emissionen insgesamt reduzieren“, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. Bild: dpa

Um weitere Fahrverbote zu verhindern, soll in Stuttgarts Innenstadt bald nur noch Tempo 40 erlaubt sein. Aber das ist noch nicht alles.

          1 Min.

          Mit einer Begrenzung auf 40 Kilometer pro Stunde in der Stuttgarter Innenstadt will das Regierungspräsidium Fahrverbote für weitere Diesel-Fahrzeuge vermeiden. Die Maßnahme soll Teil des neuen Luftreinhalteplans der baden-württembergischen Landeshauptstadt werden und dazu beitragen, den Stickstoffdioxid-Grenzwert einhalten zu können. „Tempo 40 soll den Verkehr verflüssigen, „Stop and go“ mindern und die Emissionen insgesamt reduzieren“, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. Zuvor hatten „Stuttgarter Nachrichten“ und „Stuttgarter Zeitung“ darüber berichtet.

          Demnach sollen außerdem kostenlose Parkplätze in der Stadt wegfallen und weitere Luftfiltersäulen aufgebaut werden. Die Ergänzung des Luftreinhalteplans für die Landeshauptstadt soll kommende Woche veröffentlicht werden.

          Bislang war nur bekannt, dass von 2020 an vier Straßenabschnitte in Stuttgart künftig auch für Autos mit Euro-5-Diesel tabu sein sollen – sofern die Stickstoffdioxid-Grenzwerte bis dahin nicht doch eingehalten werden. Flächendeckende – sogenannte zonale – Fahrverbote in der gesamten Stuttgarter Umweltzone, wie es sie seit Jahresbeginn für Diesel-Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 4 und schlechter gibt, waren demnach für Euro-5-Diesel zunächst nicht vorgesehen.

          Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert das seit langem und hatte diese Woche einen Antrag auf Beugehaft gegen Mitglieder der baden-württembergischen Landesregierung gestellt, um das flächendeckende Fahrverbot für Euro-5-Diesel durchzusetzen.

          Weitere Themen

          Prozessauftakt um mutmaßlichen Sechsfachmord Video-Seite öffnen

          Rot am See : Prozessauftakt um mutmaßlichen Sechsfachmord

          Vor dem Landgericht im baden-württembergischen Ellwangen hat am Vormittag der Prozess gegen den mutmaßlichen Sechsfachmörder von Rot am See begonnen. Dem 26-Jährigen wird vorgeworfen, Ende Januar seine Eltern und vier weitere nahe Verwandte bei einem Familientreffen erschossen zu haben. Unklar ist laut Anklage bislang aber noch, ob der Mann voll schuldfähig ist.

          Tempo 30 statt Fahrverbote

          Mainzer Innenstadt : Tempo 30 statt Fahrverbote

          Besitzer von Dieselautos können vorerst aufatmen – zumindest in Mainz. Die Stadt setzt auf eine Umweltspur, Pförtnerampeln und Tempolimits, um die Stickoxidwerte niedrig zu halten.

          Topmeldungen

          Christian Sewing und Martin Zielke (rechts)

          Nach Zielkes Rückzug : Sewing, übernehmen Sie!

          Es darf bezweifelt werden, dass die Commerzbank den Weg aus ihrer schwersten Krise alleine findet. Und so dürfte es mit Blick auf den Chef der Deutschen Bank bald heißen: Herr Sewing, übernehmen Sie.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.