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Gefahren im Straßenverkehr : Und wer denkt an die Fußgänger?

Umringt von Radlern: Fußgängerin am Eschenheimer Tor in Frankfurt Bild: Jana Mai

Nichts ist umweltfreundlicher als Zufußgehen – trotzdem geht es bei der Verkehrspolitik meist um Radler, Rollerfahrer oder Autobesitzer. Ein Fußgängerlobbyist stellt deswegen nun eine radikale Forderung.

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          Es wird gefahren, geradelt und gerollert – und für Fußgänger mit jedem neuen Verkehrsmittel enger. Wer sich weder auf einen Elektroroller schwingt noch ein Leihrad benutzt, sondern schrittweise die Stadt durchquert, muss sich oft an anderen vorbeischieben. Die einen loben die vielfältigen Fortbewegungsmittel in großen Städten, die anderen hassen die auf vielen Fußwegen herumliegenden Roller und Leihräder. Die Politik macht inzwischen dem Fortschritt Platz: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) verteidigt seine Entscheidung, Elektroroller zuzulassen – wenn auch zunächst nur solche mit Lenkstange. Kommt der Fußgänger gar nicht mehr vor?

          Hendrik Wieduwilt

          Redakteur der Wirtschaft in Berlin, zuständig für „Recht und Steuern“.

          Tatsächlich ist neben dem Auto das Gehen des Deutschen liebste Fortbewegungsart, wie die Mobilitätsstudie des Bundesverkehrsministeriums aus dem Jahr 2017 zeigt. Doch die Fußgängerschaft kommt in der öffentlichen Debatte recht wenig vor, vielleicht, weil Zufußgehen so selbstverständlich ist. „Das Grandiose ist ja, dass das Gehen so beiläufig ist“, sagt Fußgängerlobbyist Roland Stimpel vom Fachverband Fußverkehr Deutschland (FUSS). „Man identifiziert sich nicht so mit Füßen wie mit Autos oder Fahrrädern.“

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