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Stadtverkehr der Zukunft : Mit Robo-Shuttle, Seilbahn und Drohne

Ein autonom fahrender Kleinbus in Frankfurt am Main Bild: Marina Pepaj

Corona und die Auto-Renaissance verschärfen die Verkehrsprobleme in den Städten. Ideen für Alternativen gibt es genug. Besonders der Luftraum bietet Potential.

          3 Min.

          Mit der Corona-Pandemie ist der Trend zum Individualverkehr zurückgekehrt in die Städte. Das Fahren mit Bus und Bahn, aber auch die Nutzung neuer Mobilitätsformen werden durch das Auto zurückgedrängt. Verkehrsfachleute und Umweltschützer eint aber die Einschätzung, dass dies nur ein vorübergehendes Phänomen sein kann. „Die Covid-19-Pandemie beeinflusst die städtische Mobilität im Moment negativ. Private Transportmittel drängen in den nächsten zwölf bis 18 Monaten neue Verkehrskonzepte zurück“, sagt Nikolaus Lang, Partner und Mobilitätsexperte der Boston Consulting Group (BCG). „Da viele Städte jedoch vor dem Verkehrskollaps stehen, muss Mobilität neu gedacht werden. Elementare Bestandteile für eine erfolgreiche Wende sind der Verzicht auf das eigene Auto und die Nutzung von Robo-Shuttles, gemeinschaftlichen Angeboten oder Mikromobilitätslösungen.“

          Kerstin Schwenn

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Robo-Shuttles? Das sind autonome Fahrzeuge, auf die die BCG-Berater große Erwartungen setzen, nachdem sie zusammen mit der Universität St. Gallen den Verkehr in Städten weltweit analysiert haben. „Durch den Umstieg auf autonom fahrende Robo-Shuttles können beispielsweise in London jährlich 15.000 Unfälle verhindert und die Zahl an Unfalltoten im Straßenverkehr um mehr als 50 Prozent verringert werden“, heißt es in der Studie „Can Self-Driving Cars Stop the Urban Mobility Meltdown?“. Ohne Gegenmaßnahmen werde der globale Verkehr in den nächsten 15 Jahren ungefähr um 6 Prozent, der für Pkw genutzte Parkraum gar um etwa 8 Prozent zunehmen. „Gemeinschaftlich genutzte autonome Fahrzeuge senken das Verkehrsaufkommen, beschleunigen die Umwandlung von Park- zu Wohnraum in Innenstädten und ermöglichen allen sozialen Gruppen Zugang zu Transportmitteln“, sagt Lang.

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