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Start-up Twaice : Wie viel ist ein gebrauchtes Elektroauto noch wert?

Stephan Rohr (links) und Michael Baumann haben ein System entwickelt, in dem mit Hilfe eines "digitalen Zwilling" die Lebensdauer von Batterien eingeschätzt werden kann. Bild: Dominik Gierke

Ein Start-up will die Autoindustrie umkrempeln: Twaice kann mit Hilfe einer Software jene Fragen beantworten, die sich viele Unternehmen auf ihrem Elektropfad stellen – denn sie gibt präzise Einblicke ins Innenleben einer Batterie.

          3 Min.

          In einem gesichtslosen Zweckbau im Münchner Norden sitzen ein paar Dutzend Softwareingenieure und Programmierer hinter ihren Rechnern. Sie tragen Jeans und Sneaker, kommen aus zehn unterschiedlichen Nationen, in ihren Meetings sprechen sie Englisch. Das junge Unternehmen Twaice bietet die typische Szenerie eines Start-ups. Und die beiden Gründer Michael Baumann und Stephan Rohr, beide Anfang 30, entsprechen mit ihrem frischen Elan dem Prototyp der Digitalpioniere.

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

          Früh forschten die beiden ehemaligen Studenten der Technischen Universität München an der Zweitverwendung von gebrauchten Lithium-Ionen-Akkus und stellten rasch fest, dass ihre Promotionsthemen in der Praxis immer relevanter wurden. So war der Schritt vom ersten Gedanken im Jahr 2017, ein eigenes Unternehmen zu gründen, bis zur Realisierung im Juni 2018 nur noch ein kleiner.

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