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F.A.S. Exklusiv : Schäuble kritisiert VW-Manager wegen Boni

  • Aktualisiert am

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble Bild: dpa

Die Boni-Zahlungen an die Vorstände hatten im Volkswagen-Konzern für Unmut gesorgt. Nun meldet sich der Bundesfinanzminister zu Wort.

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          Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat das Festhalten der VW-Vorstände an ihren Bonuszahlungen in der Abgasaffäre scharf kritisiert. „Ich habe kein Verständnis dafür, wenn man ein großes Dax-Unternehmen erst in eine existenzbedrohende Krise führt und dann in einer öffentlichen Debatte die eigenen Boni verteidigt„, sagte Schäuble im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.). „Das zeigt, dass etwas nicht funktioniert.“

          Im Aufsichtsrat des Volkswagen-Konzerns hatte es zuletzt einen heftigen Streit um die Bonuszahlungen gegeben. Trotz starker Kritik von Seiten der Politik und der Arbeitnehmervertreter beharrten die Manager auf den Zahlungen trotz der tiefen Krise, in die das Unternehmen durch den Skandal um manipulierte Abgaswerte gestürzt ist. Jetzt sollen die Boni vorerst um 30 Prozent gekürzt werden. Steigt der Aktienkurs innerhalb der kommenden drei Jahre, wird das Geld allerdings nachträglich ausgezahlt.

          Doch nicht nur die Boni lassen einen Normalverdiener schlucken. Auch in der Rente gibt es noch Millionen von dem Wolfsburger Konzern. Aus der kürzlich vorgestellten Bilanz geht beispielsweise hervor, dass Martin Winterkorn, der das Unternehmen in der Abgaskrise verließ, im Ruhestand immer noch 29 Millionen Euro kassiert. Dicht gefolgt vom jetzigen Vorstandschef Matthias Müller, für den 22,7 Millionen Euro Pension vorgesehen sind.

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