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FAZ.NET-Exklusiv : Renault bietet für ältere Diesel bis zu 10.000 Euro

Auch Renault will Diesel-Fahrern Anreize bieten, ihre alten Fahrzeuge loszuwerden. Bild: F.A.S.

Kurz nach dem Dieselgipfel in Berlin reagiert die erste Importmarke: Nach Volkswagen, BMW oder auch Mercedes bietet nun auch Renault seinen Kunden Rabatte für den Umtausch älterer Fahrzeuge an.

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          Der Koalitionsgipfel zum Diesel ist gerade ein paar Stunden vorbei, da reagiert schon der erste Hersteller. Der französische Autokonzern Renault bietet seinen Kunden nach Informationen von FAZ.NET je nach Modell zwischen 2000 und 10.000 Euro Umtauschprämie an, sofern sie ein neues Auto kaufen.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Das Angebot gilt von heute an. Es umfasst Fahrzeuge der Schadstoffnormen Euro 1 bis Euro 5 und gilt unabhängig von dem, was am Montagabend beschlossen und mit anderen Herstellern von Bundeskanzlerin Angela Merkel ausgehandelt worden ist.

          Renault war als Importmarke nicht an den Gesprächen mit der Kanzlerin und mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer beteiligt. Die Höhe der Prämie staffelt sich je nach Modell, man könnte auch sagen, je nach Markterfolg des jeweiligen Modells. Der Tausch in einen Kleinwagen Twingo soll mit 2000 Euro bezuschusst werden, der in die Limousine Talisman und in den Minivan Espace mit 10.000 Euro. Wer den Elektrowagen Zoé kauft, kann durch die Kombination von Umtauschprämie und staatlichem Zuschuss mit 8000 Euro Nachlass rechnen.

          Renault bestätigte das Angebot am Dienstagmorgen auch offiziell. Das Angebot gelte für Diesel aller Hersteller, hieß es in einer Mitteilung. Wenn ein Fahrer seinen Diesel der Schadstoffklasse Euro 1 bis Euro 5 mindestens ein halbes Jahr in Besitz hatte und ihn beim Kauf eines neuen Renault in Zahlung gebe, erhalte er die Prämie.

          Die Parteien der großen Koalition hatten sich in der Nacht auf ein Maßnahmenpaket geeinigt, um Fahrverbote in Städten mit zu schmutziger Luft abzuwenden. Dafür soll es Prämien für Kunden geben, die ein altes Dieselauto abgeben und sich ein neues kaufen. Laut SPD-Chefin Andrea Nahles gibt es auch eine Verständigung zu umstrittenen Hardware-Nachrüstungen für ältere Diesel. Dafür könnte zum Teil auch Steuergeld eingesetzt werden, wie es heißt.

          Wie das „Konzept für saubere Luft und die Sicherung der individuellen Mobilität in unseren Städten“ im Detail aussieht, sagten die Fraktionsvorsitzenden der Koalitionsparteien bei ihrem Auftritt nach Verhandlungsende in der Nacht zunächst nicht. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) sollen die Details am Dienstagmittag vorstellen. Auf die Frage, ob die Autoindustrie das Konzept mittrage, sagte Nahles: „Das werden wir sehen.“

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