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Uber-Lizenzverlust in London : Personentransport an der Grenze zur Legalität

Konkurrenz für das Taxi-Gewerbe: Ein Uber-Chauffeur fährt durch Frankfurt. Bild: Bloomberg

In London hat der Mitfahrdienst Uber seine Lizenz verloren. In Deutschland bremsen rechtliche Hürden neue Mobilitätsanbieter. Darüber freuen sich nicht nur herkömmliche Taxi-Unternehmen.

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          Die Digitalisierung erlaubt völlig neue Mobilitätsangebote auf den Straßen – und weckt so einige Branchen aus dem Tiefschlaf. Denn neue Mitfahrdienste machen Platzhirschen Konkurrenz: Sie können den Verkehr mit Bussen, Bahnen und Taxis ergänzen, aber eben auch kannibalisieren. Dass Neulinge wie Uber, Lyft oder Free Now nicht schon deutlicher im deutschen Straßenbild präsent sind, liegt vor allem an rechtlichen Hürden.

          Kerstin Schwenn

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Die Bundesregierung hat sich die Marktöffnung eigentlich fest vorgenommen. CDU, CSU und SPD vereinbarten im Koalitionsvertrag, das Personenbeförderungsgesetz zu modernisieren, um Mitfahrdiensten und Car Pooling den Weg zu bereiten. „Sowohl der Taxi- wie auch der Mietwagenbetrieb soll von regulatorischen Entlastungen profitieren“, hieß es im Koalitionsvertrag. Getreu diesen Vorgaben legte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) im Frühjahr erste Eckpunkte für eine Reform des Personenbeförderungsgesetzes vor. Mehr Wettbewerb und dadurch günstigere Preise für Verbraucher schwebten ihm vor.

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