https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/auto-verkehr/rahmede-bruecke-luedenscheid-muss-von-genua-lernen-18237833.html

Rahmede-Brücke : „Lüdenscheid ist ein Gefängnis geworden“

Irgendwie marode: Verkehrsminister Wissing unter der A45-Brücke Bild: dpa

Stau, Lärm, Gestank: Lüdenscheid leidet unter der Sperrung der Rahmede-Brücke. Jetzt muss die deutsche Bürokratie beweisen, dass der Wiederaufbau schnell gelingen kann. So wie in Genua.

          3 Min.

          Lüdenscheid ist nicht Genua, aber es gibt gewisse Parallelen. Die beiden Städte haben etwas gemeinsam: marode, geradezu lebensgefährliche Brücken. Aber es gibt auch Unterschiede: Genau vier Jahre ist es her, dass in Genua die Brücke zusammenbrach und 43 Menschen in den Tod riss. So weit ist es bei der Rahmede-Talbrücke in Lüdenscheid glücklicherweise nie gekommen. Nach der Tragödie allerdings kam in Italien der schnelle Wiederaufbau: Dort steht heute wieder eine neue funktionstüchtige Brücke. Seitdem ist Genua so etwas geworden wie der neue Standard im Brückenbau: schnell, effizient, unbürokratisch.

          Corinna Budras
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          An diesem Donnerstagvormittag dauert es deshalb nicht lange, bis die Sprache auf die italienische Hafenstadt kommt: Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) bringt sie ins Spiel, als er unter der monströsen Rahmede-Brücke steht und die Bauarbeiten begutachtet, die dort vonstattengehen. Seit Anfang Dezember ist das Bauwerk aus dem Jahr 1969 gesperrt. Seitdem wartet es auf seine Sprengung noch in diesem Jahr, wahrscheinlich kurz vor Weihnachten, wie Wissing ankündigte. Ideal wäre, wenn die Pfeiler kontrolliert wegknicken, wie die Beine einer Giraffe, und sie dann senkrecht auf dem Boden aufprallt, ohne großen Schaden anzurichten.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Schule für das Leben: Ball der Waffenbrüderschaft im November 1987 in der MfS-Bezirksverwaltung Dresden

          Putin in der DDR : Eine gute Schule für das Leben

          Fünf Jahre arbeitete Wladimir Putin als KGB-Offizier in Dresden. Stasi-Unterlagen aus dieser Zeit verraten mehr über den russischen Präsidenten, als diesem lieb sein dürfte. Ein Gastbeitrag.
          „Es reicht aus, wenn man die Muskulatur zweimal die Woche trainiert“, sagt Jürgen Gießing.

          Experte über Krafttraining : Das sind die besten Muskel-Übungen!

          Krafttraining ist gesund – auch im hohen Alter. Ein Experte erklärt, worauf es dabei ankommt, warnt vor den häufigsten Fehlern und verrät, warum regelmäßiges Training sogar das Krebsrisiko reduziert.
          Putin tritt auf dem roten Platz bei einem „Jubelkonzert“ zur Annexion der vier ukrainischen Gebiete auf

          Die Lage in der Ukraine : Für Putin gewonnen, im Felde zerronnen

          Moskau arbeitet das Annexionsprogramm einträchtig ab. Wegen der militärischen Lage mehrt sich derweil die Kritik an der militärischen Führung – unterhalb des Präsidenten. Die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit wächst.