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„Beweisantrag“ : Piëch soll vor Abgas-Ausschuss aussagen

  • Aktualisiert am

Da war er noch Aufsichtsratsvorsitzender: Piech bei der VW-Hauptversammlung im Mai 2014 Bild: dpa

Die Aufklärung des VW-Dieselskandals kommt nur schleppend voran. Grüne und Linke wollen einem Bericht zufolge den ehemaligen VW-Aufsichtsratschef Piëch als Zeugen vernehmen. Es gibt aber ein Problem.

          Die Vorwürfe von Ferdinand Piëch gegen den ehemaligen VW-Vorstandschef Martin Winterkorn und Aufsichtsratsmitglieder in der Abgasaffäre haben laut einem Medienbericht auch für den früheren Volkswagen-Aufsichtsratschef Konsequenzen. Die Fraktionen von Grünen und Linken wollen Piëch nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitagsausgabe) vor den zuständigen Ausschuss des Bundestages zitieren. Die Grünen hätten am Donnerstag mit Zustimmung der Linken einen entsprechenden „Beweisantrag“ auf den Weg gebracht, schreibt das Blatt.

          In dem Antrag werde gefordert, „Herrn Ferdinand Piëch“ als Zeugen zu vernehmen, hieß es in dem Bericht. Eine Vernehmung könnte nach Angaben aus Ausschusskreisen schon in der kommenden Woche erfolgen. Als Anhörungstermin werde der kommende Donnerstag geprüft, hieß es weiter.

          Schleppende Aufklärung

          Bei den Abgeordneten wächst demnach der Ärger über die schleppende Aufklärung der Affäre. „Mit Piëchs Aussage wird die Einzeltäter-These immer mehr zum VW-Märchen“, sagt Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer. Dass niemand von den Verantwortlichen im VW-Konzern etwas gewusst haben wolle, werde immer unglaubwürdiger. Die Abgeordneten erhofften sich von Piëch Erkenntnisse darüber, wer wann etwas wusste, sagt Krischer.

          Ob sich Piëch allerdings wie der frühere VW-Chef Winterkorn vor wenigen Wochen vernehmen lasse, sei offen, hieß es in dem Bericht. Piëch ist Österreicher und müsste deshalb nicht erscheinen. Außerdem habe er wohl ein umfassendes Schweigerecht, um sich nicht selbst belasten zu müssen.

          Volkswagen hatte im September 2015 auf Druck von amerikanischen Behörden mitgeteilt, dass bei Millionen Dieselfahrzeugen weltweit eine Software zur Manipulation von Abgaswerten bei Tests eingebaut worden war. Seither steht die Frage im Raum, wann und wie weitgehend Führungskräfte über diese Vorgehensweise informiert waren.

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