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Peugeot-Fiat-Fusion : Der Autoboss und der Familienmensch

Carlos Tavares Bild: Reuters

Gegensätzlicher können die Ziele der beiden Autohersteller kaum sein. Während die Agnelli-Familie ihren Rückzug aus dem Autogeschäft forciert, steuert PSA-Lenker Tavares in die Champions League.

          4 Min.

          Durch die größte Autofusion diesen Jahres bekommen die führenden Figuren in beiden Unternehmen genau das, was sie seit Jahren angestrebt hatten. Der 43 Jahre alte John Elkann, seit 2004 Oberhaupt des Agnelli-Clans, kann das Engagement der Familie in der Autobranche verkleinern. So, wie es seit der schweren Fiat-Krise nach der Jahrtausendwende gefordert wird. Hinzu kommt: Den Aktionären von Fiat-Chrysler winkt eine Sonderdividende von 5,5 Milliarden Euro – was den 200 Mitgliedern der Agnelli-Sippe rund 800 Millionen Euro in die Kassen spült.

          Tobias Piller

          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland mit Sitz in Rom.

          Christian Schubert

          Wirtschaftskorrespondent in Paris.

          Auch die Träume von PSA-Chef Carlos Tavares scheinen erfüllt zu werden. Er steigt durch den Schulterschluss mit dem italienischen Rivalen in die Liga der globalen Konzernchefs auf. Bisher waren Peugeot, Citroen, Opel und die kleine Luxusmarke DS alleine auf Europa konzentriert. Künftig kann Tavares auch die Geschicke von Chrysler und Jeep in Nordamerika lenken. Die Verkaufsnetze von Fiat-Chrysler in Nord- und Südamerika und interessante Marken für das Geschäft in den gehobenen Segmenten des Automarktes wie Alfa Romeo, Jeep und Maserati, bringen nun die Chance auf Synergien und Herausforderungen, an denen sich Tavares nun beweisen kann.

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