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Nur wenige Ausnahmen : Paris erlässt Tempo 30 auf fast allen Straßen

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Viel los auf der Pariser Prachtstraße Champs-Elysées Bild: dpa

Mit Ausnahme der Ringstraße und großen Achsen wird man in ganz Paris bald nicht schneller als 30 Stundenkilometer fahren dürfen. Das soll Lärm, CO2 und Unfälle reduzieren.

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          Paris drosselt das Tempo: Aus Gründen der Verkehrssicherheit, der Lärmreduzierung und des Klimaschutzes sollen Autos ab Ende August auf fast allen Straßen der französischen Hauptstadt nur noch bis zu 30 Kilometer pro Stunde fahren. Ausgenommen seien die Ringstraße, die Ausfallstraßen und einige andere größere Verkehrsachsen, sagte der Grünen-Politiker und für Verkehrstransformation zuständige Abgeordnete im Team von Bürgermeisterin Anne Hidalgo, David Belliard, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP.

          Auf der Ringstraße soll den Angaben zufolge weiterhin Tempo 70 erlaubt sein, Achsen wie die Champs-Elysées dürfen mit 50 km/h befahren werden. „Es geht darum, den Platz für Autos zu reduzieren“, sagte Belliard. Er wolle die Straßen der Hauptstadt „für die Schwächsten sichern“: Fußgänger, Radfahrer, Kinder und Senioren.

          „Wir reduzieren die Lärmbelastung, wir machen den Verkehr flüssiger, indem wir die Auswirkungen von Beschleunigung und Abbremsung reduzieren“, sagte er weiter. Hidalgo löst mit der Maßnahme eines ihrer Wahlkampfversprechen ein.

          Schon im Januar hatte die Bürgermeisterin angekündigt, Paris grüner und verkehrsberuhigter gestalten zu wollen. So sollen die Champs-Elysée für 225 Millionen Euro begrünt und in eine lauschige Flaniermeile umgewandelt werden. Hidalgo will mit dem Leuchtturmprojekt auch die Folgen des Klimawandels mildern.

          Auch in Deutschland wollen sieben Großstädte, unter anderen Aachen, Hannover und Münster, ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern testen.

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