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E-Mobilität : Opels elektrischer Corsa soll rund 30.000 Euro kosten

  • -Aktualisiert am

So sieht er aus, der Corsa-e. Bild: Opel Automobile Gmb

Auf dem Weg der Sanierung macht Opel einen weiteren Schritt und stellt zwei neue Elektroautos vor. Günstig ist vor allem der kleine Corsa aber nicht gerade.

          Drei Ziele hatte sich der Autohersteller Opel gesetzt nach der Übernahme durch den französischen Konzern PSA Peugeot Citroën vor rund zwei Jahren. Opel solle profitabel wirtschaften, als Marke in mehr Märkten verfügbar sein als bis zur Übernahme und schließlich auch elektrifizierte Autos anbieten, hieß es damals. Das erste Ziel hat Opel zumindest im vergangenen Jahr schon einmal erreicht mit dem ersten Jahresgewinn seit fast zwei Jahrzehnten in Höhe von 859 Millionen Euro. Auch erschließt sich das Unternehmen derzeit weitere Märkte und will noch in diesem Jahr nach Russland zurückkehren. Nun geht Opel auch den dritten Schritt an.

          Am Dienstag stellte das Unternehmen am Stammsitz in der hessischen Stadt Rüsselsheim zwei neue Elektrofahrzeuge offiziell vor: den Kleinwagen Corsa-e und den sportlichen Geländewagen Grandland X Hybrid 4. Während der in Spanien produzierte Corsa als Batteriefahrzeug verfügbar sein wird, wird der in Eisenach gefertigte Grandland ein Plug-in-Hybrid sein, dessen Batterie für den zusätzlichen Elektromotor sich an einer Steckdose laden lässt. Beide Fahrzeuge sind von diesem Dienstag an bestellbar, vom nächsten Jahr an will Opel sie dann an Kunden ausliefern.

          Fast doppelt so teuer wie Grundversion

          Wer den Corsa kaufen will, muss mit einem Einstiegspreis von rund 30.000 Euro rechnen. Der Kleinwagen soll in einer ersten Ausstattungsvariante 29.900 Euro kosten. Dabei handele es sich nicht um ein Fahrzeug mit einer abgespeckten Grundausstattung, sagte Opel-Chef Michael Lohscheller in Rüsselsheim. Der Preis solle Ausstattungsmerkmale wie einen Tempomat umfassen, der sich an die Verkehrsverhältnisse anpasst oder eine automatische Notbremsfunktion.

          Allerdings ist das Fahrzeug damit fast doppelt so teuer wie die Grundversion der heutigen, fünften Corsa-Generation mit Verbrennungsmotor. Auch haben direkte Konkurrenten schon jetzt günstigere Elektroautos im Angebot, etwa Renault mit dem Kleinwagen Zoe. Dieses Auto ist in einer Basisversion rund 22.000 Euro.

          Früher oder später werde Elektromobilität zur Norm werden, sagte Lohscheller. Freilich ist sein Unternehmen wie auch andere Autohersteller auf elektrifizierte Antriebe angewiesen. Der Opel-Chef erinnerte an die strengen Grenzwerte für den Ausstoß von Kohlendioxid in der Europäischen Union, die vom nächsten Jahr an gelten werden. Dann dürfen die Neuwagenflotten aller Hersteller im Durchschnitt lediglich 95 Gramm CO2 je gefahrenen Kilometer emittieren. Mit den neuen Fahrzeugen und effizienteren Verbrennungsmotoren werde Opel es schaffen, die europäischen Grenzwerte einzuhalten, sagte Lohscheller.

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