https://www.faz.net/-gqe-ah1w3

Verfahren beendet : Opel zahlt Millionenbußgeld in Diesel-Skandal

  • Aktualisiert am

Die Opel-Zentrale in Rüsselsheim Bild: Wolfgang Eilmes

64,8 Millionen Euro – das ist das Bußgeld, das Opel im Diesel-Skandal zahlt. Damit wird das Ermittlungsverfahren geschlossen. Opel betont, dass der Bußgeldbescheid „keine Feststellung einer illegalen Abschalteinrichtung“ enthalte.

          1 Min.

          Der Autohersteller Opel hat im Diesel-Skandal ein Bußgeld von 64,8 Millionen Euro akzeptiert. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hatte die Buße verhängt, weil mehrere Opel-Dieselmodelle deutlich höhere Schadstoffwerte ausgestoßen haben als beim Kraftfahrtbundesamt angegeben.

          Wie eine Sprecherin am Dienstagmorgen bestätigte, schloss die Behörde bereits im Februar das Ermittlungsverfahren gegen Opel „wegen Verletzung von Dokumentationspflichten“ bei der Genehmigung der Dieselmodelle mit einer entsprechenden Geldbuße ab. Diese sei zwischenzeitlich bezahlt, teilte die Sprecherin mit. Einen Prozess nach dem Vorbild Volkswagen wird es bei Opel daher nicht geben. Zuerst hatte der „Hessische Rundfunk“ berichtet.

          „keine Feststellung einer illegalen Abschalteinrichtung„

          Gegen sechs verantwortliche Manager wurden die Verfahren wegen geringer Schuld beziehungsweise gegen Zahlung von Auflagen eingestellt. Opel legt Wert auf die Feststellung, dass der Bußgeldbescheid keinen Vorwurf einer vorsätzlichen Tat oder einer Straftat enthalte, insbesondere keines Betruges. „Er enthält auch keine Feststellung einer illegalen Abschalteinrichtung“, sagte ein Unternehmenssprecher. Opel sei weiterhin grundsätzlich der Überzeugung, dass alle Fahrzeuge jederzeit den gesetzlichen Vorgaben entsprochen haben.

          Angestoßen hatte die Ermittlungen der Verein Deutsche Umwelthilfe. 2018 verhängte das Kraftfahrtbundesamt einen verpflichtenden Rückruf zu Opel-Modellen, die auf der Straße deutlich erhöhte Schadstoffmengen ausgestoßen hatten. Opel reagiert mit einer veränderten Software.

          Weitere Themen

          Eine Brücke für Deutschland

          FAZ Plus Artikel: Südtirol : Eine Brücke für Deutschland

          Südtirol hat in den vergangenen Monaten in das Gesundheitssystem investiert und sogar Covid-Patienten aus Bayern aufgenommen. Doch es gibt ein Problem: die ungeimpfte deutschsprachige Bevölkerung.

          Topmeldungen

          Im Bundestag : Scholz’ Minister vereidigt

          Jetzt ist das Kabinett von Olaf Scholz offiziell im Amt: Nachdem der Bundespräsident die Minister ernannt hat, haben sie vor dem Bundestag den Amtseid abgelegt.
          Kritischer Zustand: Patienten auf der Intensivstation im Krankenhaus Bozen.

          Südtirol : Eine Brücke für Deutschland

          Südtirol hat in den vergangenen Monaten in das Gesundheitssystem investiert und sogar Covid-Patienten aus Bayern aufgenommen. Doch es gibt ein Problem: die ungeimpfte deutschsprachige Bevölkerung.