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Rekord im Juli : Nachfrage nach E-Auto-Kaufprämie steigt weiter

  • Aktualisiert am

Elektroauto an der Ladesäule Bild: EnBW

Bis Ende 2021 können Käufer von Elektroautos einen Zuschuss von bis zu 9000 Euro bekommen. Die staatliche Hilfe zeigt allmählich die beabsichtigte Wirkung: Im Juli wurden so viele Förderanträge gestellt wie nie zuvor.

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          Die finanzielle Förderung zum Kauf von Elektroautos wurde im Juli so stark nachgefragt wie noch nie seit ihrer Einführung Mitte 2016. Im abgelaufenen Monat wurden 19.993 Anträge für die sogenannte Innovationsprämie gestellt, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Montag der Nachrichtenagentur Reuters mitteilte. Die Zahlen sollen noch im Tagesverlauf offiziell bekanntgegeben werden. Insgesamt wurden dieses Jahr bis Ende Juli damit 69.606 Anträge gestellt – fast 79 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2019.

          Die Bundesregierung fördert seit Jahren den Kauf von Elektroautos und Hybridmodellen. Im Rahmen des jüngsten Konjunkturprogramms zur Bewältigung der Coronavirus-Krise wurde der staatliche Anteil bei der Förderung verdoppelt. Dies gilt seit dem 8. Juli. Außerdem wurde die Mehrwertsteuer zeitlich befristet gesenkt, was unter anderem der Autobranche helfen dürfte. Bis Ende 2021 können Käufer von Elektroautos einen Zuschuss von bis zu 9000 Euro bekommen, bei Hybridmodellen sind es maximal 6750 Euro.

          Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagte, die erhöhte Förderung gebe zum richtigen Zeitpunkt konjunkturellen Schwung. „Unser Ziel ist es, dass der Aufschwung im Herbst deutlich an Fahrt gewinnt.“ Deutschland droht dieses Jahr wegen der Pandemie die schwerste Rezession der Nachkriegszeit, allerdings dürfte sich die Lage im Jahresverlauf verbessern.

          Kritiker: Hybridautos nur auf dem Papier klimafreundlich

          Für die Bearbeitung der Anträge ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) zuständig. „Wir sind zuversichtlich, dass die hohe Nachfrage weiter anhält“, sagte Bafa-Präsident Torsten Safarik.

          Die Förderung der Hybridmodelle ist umstritten, weil viele davon praktisch nie elektrisch gefahren werden. Kritiker bemängeln daher, dass diese nur auf dem Papier klimafreundlich sind. Fraglich ist aber, ob die Produktion von reinen E-Autos ausreicht, um mit der Nachfrage Schritt zu halten. Bei vielen deutschen Herstellern liegt der Fokus weiterhin auf Verbrennern und Diesel-Fahrzeugen.

          Das allerdings korrespondiert mit der Nachfrage. So berichtete das Kraftfahrt-Bundesamt für Juni, dass mit 51,5 Prozent nach wie vor die Hälfte aller zugelassenen Neuwagen Benziner waren. Es folgten Diesel-Pkw mit 30,6 Prozent. Der Anteil von Neuwagen mit Hybridantrieb lag bei 13,7 Prozent. Elektro-Pkw erreichten einen Anteil von 3,7 Prozent.

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