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Musterfeststellungsklage : Anwälte rechnen mit bis zu 26.000 Sammelklägern gegen VW

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Auf dem BER wurden im August VWs geparkt. Bild: dpa

Die Anwälte der Verbraucherzentralen rechnen mit Zehntausenden Teilnehmern für die Musterfestellungsklage gegen Volkswagen. Der Autobauer gibt sich entspannt.

          An der deutschlandweit ersten Musterfeststellungsklage gegen Volkswagen könnten sich nach Einschätzung der Anwälte mehrere Zehntausend Dieselfahrer beteiligen. Er habe innerhalb eines Monats über 4000 konkrete Anfragen bekommen, sagte Rechtsanwalt Ralf Stoll, der die Klage für den Bundesverband der Verbraucherzentralen betreut. Beim Verband selbst meldeten sich rund 26.000 Interessenten.

          Das bedeutet allerdings nicht, dass sich alle auch der Klage anschließen, die am 1. November eingereicht wird. Dafür müssen sich Dieselfahrer in ein offizielles Register eintragen, das beim Bundesamt für Justiz eingerichtet wird.

          Das Instrument der Musterfeststellungsklage ist neu – es tritt zum 1. November in Kraft. Die Klage soll Verbrauchern helfen, in Prozessen gegen Unternehmen leichter zu ihrem Recht zu kommen. Tausende vom Diesel-Skandal betroffene VW-Besitzer haben damit Hoffnung auf Schadenersatz. Beteiligen können sich kostenlos alle, die ab November 2008 einen Diesel der Marken Volkswagen, Audi, Skoda oder Seat mit Motoren des Typs EA 189 gekauft haben, für die es einen Rückruf gab.

          Tausende VW-Fahrer haben schon auf eigene Faust geklagt. Volkswagen zufolge waren im September rund 23.800 Verfahren im Diesel-Skandal anhängig. Mehr als 6000 Urteile habe es gegeben. Für die Musterfeststellungsklage sieht der Konzern wenig Aussichten, wie er erklärte: „Das Instrument der Musterfeststellungsklage ändert nichts an unserer Position: Es gibt keine Rechtsgrundlage für kundenseitige Klagen im Zusammenhang mit der Diesel-Thematik in Deutschland.“

          Im September 2015 hatte Volkswagen Manipulationen an Dieselmotoren einräumen müssen. Amerikanische Umweltbehörden hatten festgestellt, dass die Abgasreinigung nur während der Tests voll aktiviert war, während der Ausstoß auf der Straße viel höher war. Vom Pflichtrückruf bei Volkswagen sind 2,5 Millionen Autos betroffen.

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