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Abgasskandal : Kraftfahrtbundesamt stellt VW Ultimatum

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VW muss sich jetzt schnell überlegen, wie es die Abgasmanipulation beenden will. Bild: dpa

VW muss erklären, wann die vom Abgasskandal betroffenen Fahrzeuge alle Verordnungen wieder einhalten werden. Für die Vorlage eines verbindlichen Plans bleiben nur wenige Tage Zeit.

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          Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat die Rechtsabteilung von VW schriftlich aufgefordert, bis zum 7. Oktober einen „verbindlichen Maßnahmen- und Zeitplan“ vorzulegen, ob und bis wann die Wagen ohne Manipulationssoftware die verbindliche Abgasverordnung einhalten werden.

          Über das zweiseitige Schreiben berichtet die „Bild am Sonntag“. Demnach heißt es darin, die Behörde sei aufgrund der Rechtslage dazu gezwungen, „die erforderlichen Maßnahmen anzuordnen, um sicherzustellen, dass die hergestellten Fahrzeuge mit dem jeweiligen genehmigten Typ in Übereinstimmung gebracht werden“.

          Entzug der Typengenehmigung droht

          Ein Entzug der sogenannten Typengenehmigung erfolgt demnach erst, wenn VW die Aufforderung des Kraftfahrt-Bundesamtes nicht beachtet. Dann dürften die betroffenen Autos nicht mehr verkauft und bewegt werden. Ein VW-Sprecher kommentierte das Schreiben gegenüber der Zeitung: „Alle betroffenen Fahrzeuge sind absolut sicher und fahrbereit. Für den Einsatz der derzeit erarbeiteten technischen Abstellmaßnahmen werden die Kunden der betroffenen Fahrzeuge von den jeweiligen Herstellern in die Werkstätten gerufen werden.“

          Bosch warnte Volkswagen vor Manipulation

          Zudem wurde bekannt, dass Bosch den VW-Konzern schon 2007 vor der verbotenen Manipulation gewarnt hatte. Ebenfalls in der „Bild am Sonntag“ heißt es, dass die interne Revision bei VW bei der Untersuchung des Abgasskandals auf einen Brief des Autozulieferers gestoßen sei. Darin warnt Bosch vor der illegalen Verwendung seiner Technik zur Abgasnachbehandlung. 

          Volkswagen hatte 2007 eine verbotene Software in seine Dieselmotoren eingebaut und so die Abgaswerte manipuliert. Bosch hatte die Software an VW geliefert, die allerdings nur für Testzwecke und nicht für den normalen Fahrbetrieb vorgesehen war. Laut des Zeitungsberichts teilte der Zulieferer damals den Wolfsburgern mit, dass der geplante Einsatz gesetzeswidrig sei. Auf die Frage, wie VW auf die Warnung von Bosch reagierte, soll ein Sprecher des Stuttgarter Unternehmens gegenüber der „Bild am Sonntag“ gesagt haben: „Im Rahmen der Geschäftsbeziehung mit Volkswagen sind wir zur Vertraulichkeit verpflichtet.“

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