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Autoverband : Cem for Präsident

Überrascht? Cem Özedemir während einer Rede in Stuttgart. Bild: dpa

Der mächtige Automobilverband VDA sucht seit vergangener Woche einen neuen Präsidenten. Wir hätten da eine Idee.

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          Der mächtige Automobilverband VDA sucht einen neuen Präsidenten, seitdem der amtierende Würdenträger Bernhard Mattes aus heiterem Himmel zur IAA-Eröffnung angekündigt hat, den Bettel am Jahresende hinzuschmeißen. Nun ist das lustige Kandidatenraten eröffnet, ein Headhunter soll ja auch schon engagiert worden sein.

          Also beteiligen wir uns auch auf diesem Platz hochkompetent an der Personalsuche und beginnen mit der Frage, was der optimale Kandidat – neudeutsch: „Kandidat*in“ – mitbringen muss: Um die Autos mit der Umwelt auszusöhnen, dürfte er/sie nicht zu alt wirken und müsste auf jeden Fall mindestens grün angehaucht sein, aber auch um die immense Bedeutung der PS-Branche für den Wohlstand dieses Landes wissen.

          Weiblich wäre ideal, männlich jedoch kein Ausschlusskriterium, Migrationshintergrund in jedem Fall ein Pluspunkt; er/sie sollte über die nötige Zeit verfügen und schon Karriererückschläge verkraftet haben (Stichwort: Resilienz) sowie den nötigen Humor besitzen für dieses Himmelfahrtskommando. Und ganz wichtig: Im Smartphone muss „die Nummer der Kanzlerin“ stehen.

          All das in Betracht gezogen, landet man zwangsläufig bei einem Namen: Cem Özdemir.

          Glauben Sie nicht? Wir eigentlich auch nicht. Aber bis vor wenigen Tagen hätte auch niemand gedacht, dass die Stelle von Deutschlands höchstem Autolobbyisten bald wieder frei wird.

          Sven Astheimer

          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.

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